Deutsche im Versicherungsdschungel: Welche Policen sind wirklich zu empfehlen?

Deutsche im Versicherungsdschungel: Welche Policen sind wirklich zu empfehlen?

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Urlaubsparadies Bahamas.

Bildquelle: Wikipedia

Offenbar ist gerade bei uns in Deutschland das Sicherheitsbedürfnis größer, als das bei anderen Nationen der Fall ist. Denn viele von uns halten Policen, deren Notwendigkeit Experten bezweifeln. Im Umkehrschluss gibt es Verträge, wie die Haftpflichtversicherung, die von jedem Erwachsenen dringend gebraucht werden. Denn sonst könnte uns die kleinste Unachtsamkeit bettelarm machen.

Im Privatbereich ist die Reiserücktrittversicherung sehr zu empfehlen:

Jeder von uns haftet persönlich für sämtliche Vermögens- und Personenschäden. Und das auch dann, wenn lediglich eine kleine Unachtsamkeit im Spiel war. Dabei sind Kinder grundsätzlich über die Familienhaftpflicht ihrer Eltern geschützt. Jedenfalls, so lange sie minderjährig sind oder sich als volljährige und unverheiratete Personen, noch in der schulischen oder beruflichen Ausbildung befinden.

Eine wichtige Police im Privatbereich ist nach Ansicht von Versicherungs- und Tourismusexperten die Reiserücktrittversicherung, weitere Informationen finden Sie auf dieser Webseite. Schließlich können jederzeit familiäre oder berufliche Begleitumstände eintreten, die dazu führen, dass eine fest geplante Reise storniert werden muss.

Nicht auf die Kulanz der Veranstalter vertrauen:

Dabei liegt es dann in aller Regel im Ermessensspielraum des Veranstalters bzw. (bei Individualreisen) der Pension oder des Hotels, welche Stornogebühren verlangt werden. Denn kein Gastronom muss die Unwägbarkeiten unseres beruflichen und privaten Umfeldes tragen. Das bedeutet in der Praxis: Der Hotelier kann, muss jedoch nicht zwangsläufig bei einer plötzlich eintretenden Erkrankung oder einem Sterbefall kulant sein. Wer nicht völlig autark und spontan verreist, sollte daher vorsorgen und sich, für den Fall, dass eine fest vereinbare Buchung abgesagt wird, durch geeignete Policen absichern. Worauf bei der Auswahl der richtigen Versicherung zu achten ist, lässt sich hier nachlesen. Wer sich nicht absichert, dem droht zusätzlich zum Ärger über die verpasste Erholung, auch ein finanzieller Verlust, der unter Umständen in die tausende gehen kann, besonders bei kurzfristigen Absagen hochwertiger Reisearrangements.

Die Lust auf Fernreisen wächst: Diese Reiseziele sind den Deutschen am liebsten

Die Bedeutung der Reiserücktrittsversicherung wächst, dies gilt umso mehr in Zeiten, in denen Fernreisen und Kreuzfahrten immer beliebter werden. Schließlich wäre gerade hier, im Fall einer Absage, der finanzielle Schmerz groß. Tatsächlich reist unsere Nation so gerne und so viel wie selten zuvor. Zwar mag sich unsere Reiseverhalten, aus Sorge vor Anschlägen und dem internationalen Terrorismus, generell verändert haben.

Doch allein in 2015 waren in Deutschland über 53 Millionen Urlaubsreisende auf Tour. Dabei waren auch Rad-, Städte- und Winterreisen äußerst beliebt. Manche zog es nach Rom, während innerhalb Deutschlands Bayern einen wahren Boom erlebt hat. Veranstalter von Fernreisen haben wenig Grund zu klagen. Die USA, Australien und Asien erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Apropos, Asien: Als neue Reiseweltmeister gelten übrigens die Chinesen – und das trotz der relativ begrenzten Urlaubstagen, mit denen chinesische Arbeitnehmer zurechtkommen müssen.

Gründe, warum eine Reiserücktrittversicherung gebraucht wird:

Die Mentalität, sich für den Schadensfall abzusichern, indes scheint typisch deutsch. Und das ist auch gut so. Denn eine Reiserücktrittversicherung ist mit vielen Vorteilen verbunden. Die deckt, kurz gesagt, das finanzielle Risiko ab, falls die Reise aus einem versicherten Grund storniert wird.
Natürlich gibt es Gründe, die vom Versicherer akzeptiert oder aber negiert werden. Typische Ausfall- und Stornogründe stellen dabei eine schwere Erkrankung oder ein plötzlicher Arbeitsplatzwechsel dar.

Im Zweifel gilt es, die genauen Parameter beim Versicherer zu erfragen. Denn Policen haben auch kleingedruckte Stellen und nicht jeder Fall und jede Situation kann seitens des Versicherers übernommen werden, wie dieser Beitrag am Beispiel einer Familie zeigt, deren Sohn als Physiotherapeut Behandlungen für den Vater durchführte. Bei den Reiserücktrittversicherungen sollten jedoch auch eine Impfunverträglichkeit (vor einer geplanten Fernreise), ein Todesfall im engeren Verwandtenkreis, eine plötzlich anberaumte Prüfung oder eine Schwangerschaft kein Problem sein und in aller Regel als triftige Gründe akzeptiert werden.

Storno einer Reise ohne Reiserücktrittversicherung?

Natürlich gibt es auch Fälle, in denen die Stornierung einer Reise generell kein Problem ist. Hier kommt der Begriff der „höheren Gewalt“ ins Spiel. Etwa ein Krieg, von dem die gebuchte Urlaubsregion bedroht ist; auch bei offiziellen Reisewarnungen darf eine Reise abgesagt werden – doch der Einzelfall muss immer geprüft werden. Übrigens stellt eine erhöhte Terrorgefahr allein noch keinen (kostenfreien) Rücktrittsgrund dar. Das Auswärtige Amt muss explizit mit einer Reisewarnung reagiert haben.

Fazit:

Reisen lassen sich, im Gegensatz zu Haustürgeschäften, nicht so einfach wieder absagen. Um hohe Stornokosten und unnötigen Ärger zu vermeiden, sollte daher mit einer geeigneten Police vorgesorgt werden. Insbesondere bei Fernreisen und hochpreisigen Kreuzfahrten kann eine Reise-Rücktritt-Versicherung drohende finanzielle Ausfälle kompensieren.

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