Nur ein „Welpenkaufhaus“ – 80 Hunde und Welpen beschlagnahmt

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MÜNSTERMAIFELD / EIFEL. Bei einer Hausdurchsuchung hat die Polizei in Münstermaifeld in der Eifel fast 80 Hundewelpen beschlagnahmt. Vorausgegangen war ein Versuch der Kreisverwaltung und des Veterinäramtes sich die Zustände im Haus anzuschauen. Dagegen wehrte sich die Frau heftig.

Die Kreisverwaltung im Kreis Mayen-Koblenz hatte einen Hinweis bekommen, dass die „Hundezüchterin“ eine große Anzahl von Welpen nicht artgerecht in ihrer Wohnung hält. Daraufhin wollten sich die Kontrolleure und Tierärzte vor Ort ein Bild von der Haltung der Tiere machen. Die Frau gewährte den Beamten aber keinen Zutritt zu ihrer Wohnung.

Im Anschluss darauf erwirkten die Tierärzte beim Amtsgericht einen Durchsuchungsbeschluss und waren nicht wenig erstaunt, als sie mit der Polizei bei der Durchsuchung in einem leer geräumten Wohnzimmer im Haus fast 80 Hundewelpen auffanden. Laut der Züchterin sei in ihrem Hundehaus kein Platz mehr gewesen.

In der Zwischenzeit hatte die Frau zudem versucht, einen Teil der Welpen auf dem Dachboden eines Stalls in Kisten zu verstecken.

Die fast 80 Welpen wurden daraufhin auf Tierheime in Andernach, Koblenz, Remagen und Bonn verteilt. Die Tierärzte berichteten, dass die Tiere nicht körperlich gequält oder misshandelt vorgefunden wurden. Allerdings könne man bei dieser Anzahl von Tieren auf engstem Raum nicht von einer artgerechten Haltung sprechen. Die Tiere würden nun in Quarantäne kommen und eingehend ärztlich untersucht werden.

Wie eine Sprecherin des Tierheims Andernach berichtete, sei die Frau schon öfters in der Vergangenheit aufgefallen. Man könne auf keinen Fall von einer anständigen und „tiergerechten Hundezucht“ sprechen, sondern eher von einem Welpen-Supermarkt, der einzig und alleine dem schnellen Umsatz um jeden Preis diene.

Die Tierschützer sehen in der Wegnahme der Welpen einen Erfolg für den Tierschutz. Sie würden es überall besser haben.

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