Spatenstich für die Umgestaltung der Lieser

Spatenstich für die Umgestaltung der Lieser

Spatenstich am Ufer der Lieser in Wittlich mit Umweltministerin Höfken und SGD Nord Präsident Dr. Ulrich Kleemann

Bildquelle: MUEEF

WITTLICH. Umweltministerin Ulrike Höfken hat am Montag den ersten Spatenstich für die Renaturierung der Lieser im Zentrum von Wittlich gesetzt. Die Bachläufe von Lieser und Rommelsbach werden auf einer Länge von mehreren hundert Metern naturnah umgestaltet. Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord begleitete die Ministerin bei diesem Termin.

„Damit geben wir dem einst verrohrten Rommelsbach und der mit einer Mauer gefassten Lieser wieder mehr Raum. Ein Stück Natur wird in die Stadt zurückgeholt. Die Lieser wird wieder zugänglich für die Menschen und ein Schmuckstück für die Innenstadt von Wittlich“, so Höfken. Zudem schaffe die Renaturierung Lebensraum für Wassertiere, Insekten und Pflanzen. Durch das breitere Bachbett werde der Hochwasserschutz für die Innenstadt maßgeblich verbessert.

„Als Obere Wasserbehörde hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord die wasserrechtliche Plangenehmigung für die Schaffung von Retentionsraum und die Aufwertung des Lieserufers erteilt. Neben der Erlebbarkeit des Gewässers, leistet die Umgestaltung der Lieser einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Innenstadt bei Überschwemmungen und Hochwasser, “ so SGD Nord Präsident Dr. Ulrich Kleemann.

Das Land fördert die Kosten des laufenden Projekts in Höhe von 1,7 Millionen Euro im Rahmen der Aktion Blau Plus zu 90 Prozent. Gute Witterung vorausgesetzt, sollen die Bauarbeiten in zwei Jahren abgeschlossen werden. Die Ministerin bedankte sich bei allen Akteuren für ihr Engagement in der Planungsphase. „Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern wurden Sitzplätze, Kinderspielgelegenheiten, Beleuchtung und ein Uferweg geplant“, sagte Höfken.

Der vorhandene Spielplatz weicht einem naturnahgestaltetem Wasserspielplatz. Der Abflussquerschnitt der Lieser vor und hinter der Altstadtbrücke erweitert sich auf über 20 Meter. Die bestehende Mauer entlang des Flusses soll durch eine Promenade mit Treppen und barrierefreien Rampen ersetzt und in Optik des Platzes an der Lieser eingepasst werden.

„Gewässerschutz steht auf der Agenda der Landesregierung ganz oben“, betonte Höfken. Die Kommunen hätten mit der Daseinsvorsorge in der Wasserversorgung, der Gewässerunterhaltung sowie dem Hochwasserschutz enorme Aufgaben zu tragen. Gerade die Kommunen in ländlichen Räumen könnten dies ohne die finanzielle Unterstützung des Landes nicht bewältigen. Das Umweltministerium unterstütze daher die Kommunen in diesem Jahr bei rund 600 wasserwirtschaftlichen Projekten in der Abwasserbeseitigung, der Wasserversorgung und bei Renaturierungen unserer Bäche und Flüsse oder Hochwasservorsorge im Rahmen der Aktion Blau Plus. Mit 115 Millionen werden die Projekte des vorgesehenen Förderprogramms gefördert.

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