18.000 Menschen weniger – Besucherzahlen im Theater sinken deutlich

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Das Theater Trier - Foto: Theater Trier

TRIER. Bei den derzeitigen Querelen am Trierer Theater kann mitunter vergessen werden, dass in der vergangenen Spielzeit 2015/16 Schauspieler, Tänzer, Sänger und viele andere vor und hinter der Bühne standen, um das Publikum zu unterhalten. Wieviele Zuschauer zu den Vorstellungen kamen, darüber gibt die jüngst veröffentlichte Spielzeitstatistik Aufschluss.

Insgesamt gab es in der ersten Spielzeit von Intendant Dr. Karl Sibelius 355 Aufführungen. Besucht wurden diese von 79.452 Zuschauern, was einer Auslastung der Sitzplätze von 65,6 Prozent entspricht. Verglichen mit der letzten Spielzeit von Sibelius‘ Vorgänger Gerhard Weber entspricht dies einem Rückgang von gut 18.000 Besuchern (Spielzeit 2014/15: 97.849 Besucher, Auslastung: 69 Prozent). Am besten besucht waren mit gut 10.300 Besuchern (Auslastung: 85 Prozent) die Konzerte des Philharmonischen Orchesters der Stadt Trier unter Leitung von Generalmusikdirektor Victor Puhl. Zu den acht Sinfoniekonzerten kamen insgesamt 5154 Zuhörer, die Plätze waren damit nahezu bei jeder Vorstellung restlos besetzt. Sehr beliebt waren auch die beiden Neujahrskonzerte mit gut 1000 Besuchern und die Weltmusik-Reihe, unter anderem mit Klaus Doldinger, Schöpfer der Tatort-Melodie. 2420 Menschen saßen bei den fünf Konzerten im Großen Haus des Theaters.

Ebenfalls gut besucht war die Sparte Musical in der vergangenen Spielzeit. Die Produktion „Jesus Christ Superstar“ lockte in den 14 Vorstellungen knapp 7800 Besucher ins ehemalige Walzwerk nach Kürenz (Auslastung: 77,4 Prozent). Ein weiterer Publikumsmagnet war „Rent“: 5600 Menschen sahen das Rockmusical im Großen Haus (Auslastung: 91,2 Prozent).

Die 21 Aufführungen des Ein- Mann-Musicals „Alles bleibt anders“, in dem der Intendant selbst die Hauptrolle spielte, sahen gut 2000 Menschen (Auslastung: 67 Prozent). Sibelius stand außerdem in „Die Großherzogin von Gerolstein“ auf der Bühne. 3700 Besucher sahen die zehn Aufführungen der Operette (Auslastung: 59,5 Prozent).

Durchwachsene Auslastung

Durchwachsen präsentiert sich die Spielzeitstatistik in den Sparten Schauspiel und Oper: Publikumsliebling war die Inszenierung des Zauberbergs im ehemaligen Walzwerk. Die 26 Aufführungen sahen über 2300 Personen (Auslastung: 90,7 Prozent). „Pension Schöller“ sahen zwar mehr Menschen (2377), doch blieb ein Großteil der Plätze im Großen Haus leer (Auslastung: 54,6 Prozent).Schlecht besucht waren auch die umstrittenen Aufführungen von „Moliére“ (2061 Besucher, Auslastung: 41,4 Prozent) und „Das Cabinet des Dr. Caligari“ (1706 Besucher, Auslastung: 39,2 Prozent). Das ungewöhnliche Stück „Wovor hast du eigentlich Angst?“, bei dem drei Zuschauer auf der Rückbank eines Autos saßen und mit zwei Schauspielern durch das nächtliche Trier fuhren, sahen 70 Menschen (Auslastung: 89,7 Prozent). In der Opernsparte lockte die Aufführung von Puccinis „Tosca“ mit Yannick-Muriel Noah in der Hauptrolle nur knapp 3300 Besucher ins Große Haus (Auslastung: 58,9 Prozent). „Die Ausflüge des Herrn Broucek“ sahen 1621 Menschen (Auslastung: 43,4 Prozent), „Marx Eins“ kam auf gut 1000 Besucher (Auslastung: 42,6 Prozent).

Bei den Aufführungen in der Tanzsparte blieb über die Hälfte der Plätze leer (Gesamtauslastung: 42,2 Prozent). Bei „Ein neues Stück“ wurde nur ein Viertel der knapp 5000 Karten verkauft. „Nemmokna“ sahen 2262 Menschen (Auslastung: 52 Prozent), die Aufführung „Der Fremde“ lockte zu den sieben Aufführungen gerade mal gut 2000 Besucher ins Große Haus am Augustinerhof (Auslastung: 46,7 Prozent).

(Rathauszeitung: Webausgabe)

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