Europas giftigste Spinne breitet sich in der Region aus

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Eine Nahaufnahme einer Spinne mit ihren vielen Beinchen und einem roten Kopf - eine Ammendornspinne.
Eine Ammendornspinne.

TRIER / LUXEMBURG. Der Biss wirkt schlimmer als jeder Wespenstich und kann für den Menschen gefährlich sein – in Luxemburg und der Region breitet sich die Giftspinne „Ammen-Dornfinger“ immer mehr aus.

Dieser neue Gast aus Süd-Europa ist mit Sicherheit nicht Willkommen: Immer häufiger wird die Giftspinne auf Feldern, Ebenen und Waldrändern der Region gesichtet.

Die Ammen-Dornfingerspinne hat einen rot-orangenen Kopf und ein grün-braunes Hinterteil. Mit ihren schwarzen Kieferklauen injiziert sie ihr Gift. Tagsüber lebt sie am Waldrand im Gestrüpp, nachts geht sie jagen.

Ein Biss der kleinen Spinne kann nicht nur schmerzhaft sein: „Eine Frau, die von der Spinne gebissen wurde, wurde schwarz vor Augen, der Blutdruck sackte ab und sie musste sofort ärztlich versorgt werden. Hinzu kamen die wirklich starken Schmerzen.“, verriet uns ein Spinnen-Experte vom Naturhistorischen Museum in Luxemburg. Allerdings kann es sich in den bekannten schlimmeren Fällen auch um extrem allergische Reaktionen auf das Spinnengift handeln.

Im Normalfall treten „nur“ die extremen Schmerzen auf. Die Bißstelle solle man so schnell wie möglich dauerhaft mit Eis kühlen. Die Schmerzen könnten ein paar Tage anhalten, würden aber von alleine wieder vorbei gehen. Bei anderen Symptomen solle man aber sofort einen Arzt aufsuchen.

Der Experte rät zur Vorsicht bei Sichtung der Spinne. Besonders der rot-orangene Kopf wäre sehr auffällig und würde die Ammen-Dornspinne von den meisten anderen Spinnenarten deutlich unterscheiden.

Ohne Beine wird die Spinne etwa 2 cm groß, womit sie schon zu den grösseren europäischen Spinnenarten gehört. Vor allem das immer mildere Klima in der Region würde einen für die Spinne idealen Lebensraum bieten.

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