Asylbewerber bei gemeinnütziger Arbeit für die Verbandsgemeinde Konz

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Symbolbild

Bildquelle: pixabay

KONZ. Um ihnen einen Weg in einen strukturierten Alltag zu ermöglichen, hatte die Verbandsgemeinde Konz einige ihrer Asylbewerber bereits im Februar 2016 auf freiwilliger Basis im Rahmen der Gemeinnützigen Tätigkeit mitarbeiten lassen. Seit dem 1. August wurden nun alle männlichen Flüchtlinge (74 der insgesamt 241 Asylbewerber) in der Verbandsgemeinde und Stadt Konz zu Gemeinnütziger Arbeit verpflichtet.

Sie arbeiten nun regelmäßig in unterschiedlichen Projekten in Arbeitsgruppen zusammen: Straßenreinigung, Innen- und Außenreinigung der Wohnheime, Friedhofspflege, Aushilfstätigkeiten in und um Schulen oder dem Schwimmbad, Reinigung der angemieteten Hotels der Stadt Konz für die Flüchtlingsunterbringung oder auch als Übersetzer.

Walid Yassin ist Syrer und im Jahre 2014 geflohen. Januar 2016 hat er eine Aufenthaltserlaubnis für drei Jahre und eine Arbeitserlaubnis bekommen. Heute ist er im Rathaus Konz tätig und unter anderem verantwortlich für die Koordination der Gemeinnützigen Arbeit der Asylbewerber. Er setzt auch die Arbeitsgruppen zusammen. Bereits hier fängt der Integrationsprozess für die Asylbewerber an: Die Gruppen werden aus verschiedensten Nationen gemischt.

Auf dem St. Nikolaus Friedhof in Konz arbeitet heute, am 07. September 2016, eine Gruppe von 3 Flüchtlingen unter Anleitung der Firma Gartenbau Oliver Reinig – ein von der Verbandsgemeinde Konz als Dienstleister eingesetztes Unternehmen für die Friedhofspflege. Ihab Abdelaal aus Ägypten ist einer der 3 Flüchtlinge. Er ist froh, dass er hier endlich mitarbeiten darf. Im Wohnheim wird er schnell nervös – ihm fällt die Decke auf den Kopf. Jetzt hat er wenigstens was zu tun.

Sebastian Noir von Gartenbau Oliver Reinig bestätigt, dass die Zusammenarbeit mit den Flüchtlingen sehr gut funktioniert. „Als wir vor 4 Wochen angefangen haben, waren wir sehr skeptisch. Aber die Flüchtlinge arbeiten super mit – von 8 bis 15 Uhr! Immer pünktlich und fleißig. Echt klasse!“, sagt er. Die Flüchtlinge begleiteten sie schon bei ihren Arbeiten auf den Friedhöfen in Roscheid, Karthaus und Könen. Diese Woche geht’s noch nach Oberemmel.

Mit in dieser Arbeitsgruppe auf dem St. Nikolaus Friedhof ist auch der Syrer Elias Mallouhi. Er ist nett, schüchtern und zurückhaltend – möchte auch nicht fotografiert werden. Da er seine Familie sehr vermisst, hat er eine wichtige Entscheidung getroffen: Er wird nächsten Monat in seine Heimat zu seiner Familie zurückkehren

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