Millionen Mehrkosten – Hochmoselübergang verschlingt weiter mehr Geld

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Das umstrittene 500-Millionen-Projekt bei Ürzig an der Mittelmosel.

Bildquelle: Wikimedia Commons

WITTLICH. „Der Hochmoselübergang bleibt ein Fass ohne Boden!“, kommentiert die Trierer Bundestagsabgeordnete Katrin Werner die Mehrkosten für die zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen am Hang. „Es hätte bessere Alternativen gegeben als diesen wirtschaftspolitischen Irrtum weiter zu führen.“

Wie jetzt bekannt wurde, wird das Verankern der Brückenpfeiler mit 6 Meter breiten und bis zu 40 Meter tiefen „Riesen-Dübel“ Mehrkosten von knapp 9 Millionen für die Steuerzahler verursachen. Das Bundesverkehrsministerium geht in einer Antwort auf eine Anfrage von Katrin Werner sogar von Mehrkosten von 10 – 12 Mio. Euro aus.

Als Ingenieurgeologe Prof. Rafig Azzam im Jahr 2014, gemeinsam mit der Initiative „Pro Mosel“ auf die Gefahren des rutschenden Hangs aufmerksam machte, hieß es hingegen vonseiten des Landesbetriebs Mobilität (LBM) noch: Die Standsicherung ist auch ohne zusätzliche Maßnahmen gewährleistet.

„Es zeigt sich wieder einmal, dass die Landesregierung ohne Weitblick Geld in unnütze und längst nicht mehr zeitgemäße Verkehrsprojekte steckt, ohne dabei auch nur einen Moment die Gefahren im Blick zu haben“, so die Politikerin der LINKEN. „Auch die Auswirkungen auf die Umwelt und den Weinbau wurden in keiner Weise berücksichtigt. Vor Jahren hatte bereits der BUND vor den Auswirkungen von Eingriffen in die Wasser führenden Schichten auf die Wasserversorgung der Weinberge gewarnt.“

5 KOMMENTARE

  1. Ich hab immer gedacht Frau Werner sei ausgebildete Verkäuferin im Einzelhandel. Das die Dr. Geologie und Raumolanung ist war mir so gar nicht bekannt.

  2. Nicht mehr zeitgemässe Vekehrsprojekte ? Da empfehle ich aber mal die jetztige Strecke zum Hahn bzw Richtung Frankfurt zu fahren da sieht und erlebt man was nicht mehr zeitgemäss ist.

    Eine Menge Geld wurde bisher verbaut das ist korrekt , aber gesehen am Lückenschluss der A1 an dem seit über 35 Jahren herumgedoktort wird ist der Ausbau der A 60 bisherals einziges Strassenüprojekt dieser Grösse zügig erfolgt und ich denke dass nach Fertigstellung sich die Nutzung auch sofort feststellen lässt und keine LKW mehr durch das Moseltal quälen.

    Gesehen an den Gesamtkosten ist der Mehrbedarf Peanuts , woanders wird auch Geld, aber ohne Ergebnis raussgeworfen.

  3. Ihr zahlt ja alle schön weiter, damit die LKW-Lobby weiter ihre Wahnsinnsprojekte auf Kosten der Allgemeinheit durchkriegt, über die dann zu 50% ausländische LKWs im Transit fahren. Haben eure Kinder wenigstens was abzustottern.

  4. Vorallem noch sind es ausländische Fahrer. Bald werden es gar keine Fahrer mehr sein. Die LKW-Branche wird noch deutlich vor den Autos vollaautomatisiert fahren GERADE auf den Autobahnen. Dann gibts vielleicht noch ein paar über die Landstraßen und in die Orte (weiter-) fahrende Trucker, der Rest ist arbeitslos.

    Auch die Frage des Sonntagsfahrverbots, bzw. Lenkzeiten werden dann natürlich hinfällig. Es wird noch viel mehr LKWs geben, überall.

  5. So einfach ist das nciht, hab ich neulich auch gesehen, drei MERCEDES-LKW im Konvoi, der erste Fahrer fährt, die hinteren werden per GPS mitgelotst. Können dann nebenher Faxe schicken oder sonstwas. Nur wenn der erste Fahrer einen Fehler macht krachen die hinteren beiden auch mit rein. Das erhöht nur das Unfallrisiko. Einen selbstfahrenden LKW wirds so schnell nciht geben auch wenn die Auto-Lobby das suggeriert, denn die meisten LKWs sind veraltete Gefährte aus Osteuropa, weil billiger, und dort können sich Speditionen im grossen Stil keine neuen High-tech-Daimler leisten. Das ist ja der Witz. Der deutsche Michel finanziert Autobahnen fürs ausländische Gewerbe, bei der Bahn wärs nciht so einfach, da kannst nicht einfach einen Polen holen, in die Lok setzen u sagen jetzt fahr mal schön.

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