Tödliche Urlaubsfahrt – Wohnwagen-Gespann von LKW zerquetscht

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Bildquelle: Polizei rlp

KOBLENZ. Heute Morgen, gegen 9 Uhr, befuhr ein niederländisches Paar mit seinem PKW-Wohnwagen-Gespann die A 61 in Fahrtrichtung Norden. In Höhe der Ortslage Koblenz-Metternichund mussten sie aufgrund eines verkehrsbedingten Rückstaus anhalten.

Ein LKW-Fahrer, ebenfalls niederländischer Staatsbürger, der sich von hinten dem Stau näherte, fuhr aus bisher noch ungeklärter Ursache ungebremst auf das stehende Wohnwagengespann auf und schob dieses auf einen davor stehenden Lastwagen.

Der 58-jährige Fahrer des Wohnwagengespanns wurde im völlig zerstörten PKW eingeklemmt und musste von der Berufsfeuerwehr Koblenz mit schwersten Verletzungen befreit werden. Er wurde in ein Koblenzer Krankenhaus gebracht, wo er wenig später verstarb.

Seine 54-jährige Beifahrerin konnte mit schweren Verletzungen aus dem Fahrzeug geborgen werden. Sie wurde ebenfalls in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert.

Der auffahrende LKW-Fahrer erlitt leichte Verletzungen, gegen ihn wird wegen des Verdachtes der fahrlässigen Tötung ermittelt. Der LKW der Unfallverursachers wurde von den Beamten der Autobahnpolizei Emmelshausen zur Klärung der Unfallursache sichergestellt.

Die A 61 war in nordliche Richtung von 9.15 Uhr bis 13.45 Uhr gesperrt. Zeitweise musste der Verkehr aus beiden Richtungen angehalten werden.

8 KOMMENTARE

  1. Der LKW Fahrer hat offensichtlich alles andere getan ausser LKW fahren denn wenn man abgelenkt ist dann fährt man ungebremst in ein Stauende.

    Es wird endlich Zeit dass Autobahnen per Kameras überwacht werden, so wie es bereits in anderen Ländern üblich ist dann könnte man mit Warnbrücken und ggfs Polizei solche Unfälle die sich in letzter Zeit häufen verhindern.

  2. Wenn man bedenkt dass ungefähr jeder zweite LKW bei Kontrollen beanstandet wird, haha lustig. Aber die Politik lässt sich ja in dieser Frage von den LKW Herstellern ohne Vaseline in den Allwertertestn…

  3. Ich verstehe aber auch nicht, warum PKW mit neuen Notbrems-Assistenten ausgestattet werden und dies gerade bei LKW noch keine Anwendung findet! Gerade hier würde das in Anbetracht der häufigen (und umso schwereren) Unfälle besonders viel Sinn machen…!
    Und dann am besten direkt mit dem Fahrtenschreiber verknüpfen, damit ersichtlich ist, wie oft der zum Einsatz gekommen ist…

    • Bei ner Vollbremsung kommen die Dinger trotzdem ins Schlittern, hängt b von Ladungsverteilung, Wetter-Regen usw.
      Bei der Bahn wird bei jedem simplen Rangierschaden, zb Waggon entgleist ohne PErsonenschaden, automatisch der Staatsanwalt eingeschaltet. Daher wäre es nur gerechtfertigt, wenn die Speditionen verpflichtet werden, die Tachoscheiben regelm auszuwerten und bei jeder Unregelmässigkeit von sich aus Anzeige gegen den Fahrer zu erstatten, das würde in vielen Fällen helfen, vor allem würden dann so billigheinis, die letztendlcih durch die Ausbeutung der Fahrer leben, von der Bildfläche verschwinden.
      Sieht man gut im Industriegebiet Euren. Der Tabak für JTI kommt aus den Niederlanden per LKW, die Fahrer sind aber Polen, die dann am WE herumhocken. Warum wohl. Für so einen Hungerlohn wie die kriegen würde kein Detuscher oder Holländer arbeiten,.

      • Natürlich, das ist eben Physik – aber zumindest noch besser, also ungebremst auf andere Fahrzeuge aufzufahren. Das passiert deutlich zu oft und mit viel zu gravierenden Folgen.
        Ansonsten gebe ich soweit Recht, nur dass die Speditionen ganz gewiss NICHT die Tachoscheiben auswerten und anzeigen werden. Das sind doch diejenigen, die die Fahrer dazu nötigen. Ich habe schon zu oft mitbekommen, dass die Fahrer heftigen Druck und Ärger bekommen haben, wenn sie sich an die Zeiten gehalten haben und somit die Planung nicht mehr ganz aufgegangen ist. Ich denke, würde man den Druck der möglichen Konsequenzen von den Fahrern nehmen, würden sich auch mehr daran halten.
        Ja, was die Fahrer aus den osteuropäischen Ländern angeht, ist das wohl auch traurig, aber wahr. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ein Fahrer vor 12-13 Jahren den Kollegen immer stangenweise Zigaretten mitgebracht und damit mehr verdient hat, als mit dem Fahren selbst. Gut, bei JTI wird sich das natürlich kaum lohnen…

  4. Wenn man auf ein Stauende zu fährt, macht man den Warnblinker an! Wenn man dann selbst das Stauende geworden ist, bleibt der Warnblinker weiterhin an, erst wenn zwei/drei Autos hinter einem sind, macht man ihn wieder aus!

    Begreift dat endlich!

    • Das Problem an der Stelle ist aber auch, dass manche schon den Warnblinker einsetzen, wenn sie vor ihnen 3 Autos mit Bremsleuchten sehen. Mir ist dabei das Phänomen aufgefallen, dass alle nachfolgenden Fahrer sofort eine „Staumeldung“ daraus schließen und entsprechend stark abbremsen – ohne dass es dafür eigentlich Anlass gibt und der Verkehr flüssig weiter fließen kann.
      Heißt im Umkehrschluss, dass es durch solche frühzeitigen Aktionen erst richtig zu Staubildungen kommt, ohne dass es überhaupt eine richtige Behinderung gibt.

  5. Selten so einen Schwachsinn gelesen wie den von Quetschenkuchen.

    Wenn man auf ein Stauende zufährt denkt man in den ersten Sekunden nicht notwendigerweise daran, dass man den Warnblinker anmacht. Und selbst wenn hat jeder, insbesondere der Fahrer eines LKW, vorausschauend und so zu fahren, dass er jederzeit anhalten kann. Würde sich jeder LKW-Fahrer dran halten dann gäbs sowas nicht. Also versuch jetzt nicht noch die Schuld anderen zu geben. Solche Massenkarambolagen passieren regelmässig dank LKW-Fahrern, die lieber sonstwas tun als das was ihre Arbeit ist, Faxe schicken, Zeitung lesen usw., hab ich selber schon mehrmals gesehen. Würde die Polizei rigoros durchgreifen würden ziemlcih viele LKWs erstmal nciht mehr fahren und das wäre auch gut so.

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