10. Trierer Museumsnacht – Vielfältiges Programm zum Jubiläum

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Innenhof des Stadtmuseums Simeonstift Trier

Bildquelle: Michael Drügg

TRIER. In diesem Jahr findet die Trierer Museumsnacht bereits zum zehnten Mal statt. Am Samstag, dem 10. September 2016 öffnen das Rheinische Landesmuseum, das Stadtmuseum Simeonstift, das Museum am Dom, das Museum Karl-Marx-Haus und die Schatzkammer der Stadtbibliothek von 18 bis 24 Uhr ihre Türen.

In den Museen mit der Nero-Ausstellung werden Themenführungen, Lesungen und zahlreiche Mitmach-Aktionen für Kinder und Familien rund um den römischen Kaiser angeboten. Gleich drei Häuser widmen sich in der größten Römerstadt nördlich der Alpen, dem umstrittenen Kaiser. Das Rheinische Landesmuseum Trier zeigt „Nero – Kaiser, Künstler und Tyrann“, das Museum am Dom Trier „Nero und die Christen“ und das Stadtmuseum Simeonstift „Lust und Verbrechen. Der Mythos Nero in der Kunst.“

Im Stadtmuseum Simeonstift findet zusätzlich die Eröffnungsführung durch die Kabinettausstellung zum 150. Todestag von Johann Anton Ramboux (1790-1866) statt, in einer Kostümführung lässt sich das mittelalterliche Trier entdecken und mit Hilfe eines 3D-Druckers der Hochschule Trier werden aus den Besuchern Skulpturen.

Im Rheinischen Landesmuseum dreht sich auch zur Museumsnacht alles um Nero, ob vom Kaiser inspirierte Designobjekte der Gruppe Werkform, musikalische Touren und Kurzführungen durch die Sonderausstellung oder Krimilesungen. Auf der Bühne wird heißer Funk geboten, und mit den „Jukebox Heroes“ vom SWR1 ist sogar Hitsingen zum Mitsingen angesagt.

In Kurzführungen wird das Thema „Nero und die Christen“ im Museum am Dom erläutert. „Die Christenverfolgung unter Nero“, „Die Religio Romana und das frühe Christentum“, „Die Entstehung der Märtyrerverehrung“ und „Christenverfolgung im Römischen Reich“ lauten die Titel. Zusätzlich hat das Museum eine Kinderführung zur Götterwelt der alten Römer im Programm.

Das Museum Karl-Marx-Haus legt seinen Schwerpunkt in der Museumsnacht auf das Dada-Jubiläum und zeigt Teile des Schauspiels “Schmackeduzchen: Eine
(un-)biografische Revue über Claire Waldorff. Neben Kurzführungen zu Karl Marx wird der experimentelle Dokumentarfilm „Berlin. Eine Sinfonie der Grossstadt“ gezeigt, der 1927 Premiere feierte.

Die Schatzkammer der Stadtbibliothek legt ihre Schwerpunkte auf Buchkunst, Handschriften und Drucke. Besucherinnen und Besucher können sich historische Druckverfahren ansehen oder selbst individuelle Schmuckstücke, Hefte und Buchumschläge gestalten. Roland Weber von der Trierer Sternwarte hält den reich bebilderten Vortrag „Von Löwen und Jungfrauen oder Astronomie in tierischer Kunst und Architektur“.

Fußgebete – Eine dadaistische Odyssee

Die Gesellschaft für aktuelle Klangkunst Trier e.V. präsentiert während der Museumsnacht nicht nur in drei Museen, sondern auch auf den Wegen zwischen den Häusern ihre Fußgebete – eine Reminiszenz an das Jubiläum „100 Jahre Dada“. Das Kultursommer-Projekt von Thomas Rath und Bernd Bleffert ist eine Kooperation mit dem Museum am Dom, dem Stadtmuseum Simeonstift und dem Museum Karl-Marx-Haus. Hier finden über fünf Stunden hinweg dadaistische Aktionen unter anderem von Hans Arp, Kurt Schwitters und Fluxusstücken der 1960er und -70er Jahre statt. Zu hören und zu erleben sind Musikstücke von Erik Satie, Mauricio Kagel und John Cage sowie neodadaistische Aktionen aktueller Zeit. Dada- und Fluxus-Aktionen auf den Verbindungswegen zwischen den drei Museen werden unterstützt durch einen „wandernden Chor“ und eine Gruppe mit präparierten „Klang-Fahrrädern“. Hin und wieder sorgen diese drei Gruppen unabhängig voneinander durch kurze Abstecher in die Museen in bester „Dada-Manier“ für zusätzliche „Verwirrung“ vor Ort. Der fulminante Abschluss um 23 Uhr ist ein großes, dirigiertes DADA-Konzert im Brunnenhof mit allen Akteuren der Fußgebete.


FreedomBus vor der Porta Nigra

Kurz vor dem Dada-Abschlusskonzert hält der FreedomBus vor der Porta Nigra und präsentiert um 22:30 Uhr seine 3D Mapping Show und Performance mit dem Titel „Vergangenheit und Zukunft“. Projektion, Klang und Theaterspiel stellen symbolisch die Geschichte Europas dar und bringen den Wunsch zum Ausdruck, die Solidarität der Menschen in Europa und für Europa zu stärken. Der FreedomBus fährt von Krakau aus durch Europa, das mobile Labor für Kultur und interdisziplinäre Bildung wird veranstaltet von etwa 60 jungen Menschen und Studierenden aus etwa 16 Ländern.

Der Eintritt für alle fünf Museen kostet in der 10. Langen Nacht der Museen 8 Euro, Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt.

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