Eintracht Trier – Unnötige Niederlage auf dem Betzenberg

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Bildquelle: Fotomontage Peter Smola/pixelio

TRIER. Für den SVE war der zweite Spieltag gegen die U23 des 1.FC Kaiserslautern eine Partie zum Vergessen: Nach einem ordentlichen Beginn inklusive Führung drehte der FCK das Spiel innerhalb von drei Minuten. Nach der 3:1-Pausenführung der Pfälzer hatte die Eintracht Chancen zum Anschlusstreffer, die nicht genutzt werden konnten. 

Fragende Blicke nach dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Timo Lämmle: Wie kann es hier 3:1 für die Hausherren stehen? Die Eintracht, für die es bereits das dritte Saisonspiel war, schenkte ohne Not einen guten Spielbeginn her. „In den ersten 30 Minuten waren wir gut im Spiel und haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Doch das Spiel dauert 90 Minuten“, ärgerte sich SVE-Coach Peter Rubeck nach Spielende. Was genau war passiert?

Nach dem Anpfiff lief aus Trierer Sicht alles blendend. Genau das, was der Eintracht in den vergangenen Spielen fehlte, klappte auf Anhieb: Ein frühes Tor der Rubeck-Elf war der Lohn für eine ordentliche Anfangsphase. Daniel Dittrich traf per Foulelfmeter zum 1:0 und ließ Torhüter Jan-Ole Sievers keine Chance (17.). Zuvor wurde Patrick Lienhard im FCK-Strafraum gefoult.

Ohnehin kam die Eintracht prima in die Partie, war präsent und aggressiv in den Zweikämpfen. Die Moselstädter hatten nach einem satten Schuss von Patrick Lienhard sogar die Chance zum 2:0 (23.). Dann folgte die 29. Minute: Die Hausherren glichen aus dem Nichts durch Marius Grösch mit dem ersten Torschuss aus. Der harte Rückschlag war für die Eintracht schwer verdaulich. Nur drei Minuten später hatte der FCK das Spiel gedreht. Robert Glatzel nutzte Zuordnungsprobleme und traf mit einem platzierten Schuss zum 2:1. Doch es kam noch dicker für die Trierer: Kurz vor der Pause schob Sebastian Jacob gar noch zum 3:1 ein (39.). Zuvor konnten die Moselstädter einen Vorstoß von Robert Glatzel im Zentrum nicht stoppen, der den Angriff einleitete. Es war wohl die bitterste Eintracht-Halbzeit seit Jahren.
Nach dem haarsträubenden Spielverlauf musste
der SVE in der zweiten Halbzeit zuerst die Sicherheit im Spiel wiedergewinnen. Kaiserslautern, mit der komfortablen Führung im Rücken, hatte alle Zeit der Welt und zog sich spürbar zurück. Die Trierer gaben sich nicht auf und verzeichneten durch Muhamed Alawie eine dicke Ausgleichschance: In der 63. Minute kam der Neuzugang aus Meppen nach einer Flanke von Kevin Heinz an den Ball, verzog aber aus kurzer Distanz. „Machen wir das 3:2, bekommen wir in der Schlussphase Aufwind. Leider konnten wir heute unsere Chancen wieder nicht nutzen. Aber ich glaube fest an unsere Jungs. Sie haben Qualität, genau deswegen haben wir sie geholt“, gab sich Rubeck kämpferisch. Auch der FCK kam im zweiten Durchgang noch zu Chancen, weshalb beide Trainer von einem verdienten FCK-Sieg sprachen.“Teilweise haben wir uns zu naiv angestellt“, kommentierte Rubeck weiter.

Er ist nach der intensiven ersten Saisonwoche froh über die Ligapause, die durch den DFB-Pokal Zeit zum Arbeiten ermöglicht: „Manchen Spielern merkt man an, dass Sie in der Vorbereiung gefehlt haben. In der kommenden Woche werden wir mit Individualtraining die Lücken schließen. Das Dortmund-Spiel interessiert mich da wenig.“

Statistik:

1.FC Kaiserslautern U23: Sievers – Sarr, Schindele, Koch, Becker – Schmidt, Bajric (90. Sickinger), Grösch, Dittgen (64.Pick) – Jacob (56. Seufert), Glatzel
SV Eintracht Trier 05: Keilmann – Riedel, Dingels, Schneider, Heinz – Dartsch, Dittrich (50. Billick), Telch, Anton – Lienhard – Alawie (63. Szimayer)
Tore: 0:1 (17.) Dittrich, 1:1 (29.) Grösch, 2:1 (31.) Glatzel, 3:1 (39.) Jacob
Schiedsrichter: Timo Lämmle
Zuschauer: 382

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