Neues Integrationsgesetz soll Jobeinstieg vereinfachen

Neues Integrationsgesetz soll Jobeinstieg vereinfachen

Bildquelle: Agentur für Arbeit

TRIER. Das neue Integrationsgesetz ist beschlossen. In seiner Sitzung am 7. Juli stimmte der Bundestag dem Regierungsentwurf zu. Darin enthalten: Der Wegfall der sogenannten Vorrangprüfung.

In Regionen mit niedriger Arbeitslosigkeit wird ab dem 6. August für einen Zeitraum von drei Jahren nicht mehr überprüft, ob ein Arbeitgeber bei gleicher Qualifikation einen deutschen Bürger bzw. einen EU-Ausländer dem Geflüchteten vorziehen müsste. Auch die Region Trier ist von dieser Neuregelung betroffen, ebenso die Arbeitsagenturbezirke Koblenz-Mayen, Montabaur und Landau in Rheinland-Pfalz. Für Arbeitgeber wird es somit einfacher, Flüchtlinge zu beschäftigen. Asylbewerbern und Geduldeten wird der Jobeinstieg erleichtert. Sie dürfen nun nach einer generellen dreimonatigen Wartezeit arbeiten. Bei einer Einstellung überprüft werden lediglich die Beschäftigungsbedingungen, also, ob ein Unternehmen den ausländischen Mitarbeiter zu den gesetzlich vorgeschriebenen Regeln anstellt.

Die Agentur für Arbeit empfiehlt Arbeitgebern dennoch, sich in jedem einzelnen Fall vor der Einstellung eines Asylsuchenden, beraten zu lassen. Je nach Beschäftigungsform (Ausbildung oder Arbeit, Festanstellung oder Praktikum) greifen unterschiedliche Regelungen und Fördermöglichkeiten.



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2 LESERMEINUNGEN

  1. Das Problem lautet: „Allgemeine Geringschätzung von Arbeitern.“
    Es war einmal vor langer Zeit, da wurde das Handwerk hoch geschätzt, Bauarbeiter und Ackerbauern galten als die Basis allen Wohlstands. Heute ist ‚Arbeiter‘ ein Schimpfwort. Gymnasium und Uni ist inzwischen das Minimun, jeder will in einen Schreibjob oder in eine Klugscheißer-Position, Azubiplätze bleiben unbesetzt. Niemals hat man Arbeiter so heruntergeredet wie heute.

    Selbstständige, Firmeninhaber, Geschäftsführer udgl. sind in den Augen der Bürokraten auch „Drecksarbeiter“, deshalb befinden die Bürokraten es zum Selbsterhalt ausreichend, wenn man dem „Dreckspack“ ein paar Flüchtlinge zuschanzt, wo ja die Hartz4-Erpressungsmethoden das benötigte Sklavenheer nicht herbeigetrieben haben.

    Als wären die Wirtschaftsflüchtlinge fleißiger als diejenigen unserer Einheimischen, die es nicht einmal auf die Uni geschafft haben. „Flüchten“ wird viel eher das neue Gegenteil von „Anpacken“.

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