Lavagrube als „Mülldeponie“? – Gemeinderat kündigt Pächter

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STROHN / VULKANEIFEL. Nach Unstimmigkeiten zwischen dem Betreiber und dem Gemeinderat über die zukünftige Nutzung der „Lavagrube“ als Mülldeponie hat die Gemeinde Strohn dem Pächter der Grube den Vertrag vorerst gekündigt.

Vorausgegangen waren heftige Proteste der Strohner Bevölkerung, die sich eine Eröffnung einer Mülldeponie in Strohn nicht gefallen lassen wollte. Der Gemeinderat zog nun die Konsequenzen und kündigte den im Jahre 2026 auslaufenden Vertrag für die Nutzungsrechte des Areals.

Streitpunkt ist der Art und der Umfang der Nutzung als „Mülldeponie“. So kann sich der Bürgermeister von Strohn, Heinz Martin, durchaus eine weitere Zusammenarbeit mit dem Pächter vorstellen, wenn die Deponie ausschließlich ungefährlichen Erdaushub und Bauschutt lagern würde. Über diesen sehr entscheidenden Punkt, welcher Müll denn genau gelagert werden soll, möchte die Gemeinde mit dem Pächter gerne weiter verhandeln.

Wichtig in der Sache ist hierbei erstmal die Entscheidung über die beantragte Genehmigung der Deponie von der zuständigen Genehmigungsbehörde Rheinland-Pfalz für den Vulkan-Eifel-Kreis. Dem Genehmigungsverfahren sieht der Betreiber „Baustoffe Scherer“ allerdings gelassen entgegen. Art und Umfang der erlaubten Nutzung würden in diesem Verfahren ja erst genau definiert werden.

Die Strohner Bevölkerung sieht in der Kündigung des Pachtvertrages aber erst mal einen großen Erfolg im Kampf gegen eine unerwünschte Mülldeponie. Das Areal steht jetzt nach der Kündigung auch anderen interessierten Firmen für eine Bewerbung um eine zukünftige Nutzung offen.

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