Falscher Polizist verkauft Werbung!

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LUXEMBURG. Letzte Woche wurde eine Geschäftsführerin eines Geschäftes, in Kayl, bei der Polizei vorstellig um zu melden, dass schon vor einer gewisser Zeit ein Mann, welcher sich, laut Zeugin, als Mitglied der luxemburgischen Polizei ausgegeben hätte, bei ihr im Geschäft vorstellig wurde und um einen Werbebeitrag in einer Broschüre warb.

Der angebliche Polizist erklärte der Frau, dass eine Anzeige im Heft 480€ kosten würde. Das Geld würde von der Polizei an Kindern in Not gespendet werden.
Die Frau willigte ein und kurze Zeit später erschien die Broschüre mit dem Titel: STOPPT D’GEWALT. Titelbild dieses Heftes ist ein weinendes Auge von blauer Farbe.

Erst im Laufe des Jahres stellte die Frau fest, dass der angebliche Polizist auch andere Geschäfte im Raum Kayl und Dudelange aufgesucht hatte. Aufgrund einer Rücksprache mit Kunden und anderen Betroffenen kam der Verdacht auf, dass dieses Heft nicht von der luxemburgischen Polizei verfasst wurde. Es stellte sich heraus, dass die gedruckten Artikel Auszüge aus dem Internet sind.

Der angebliche Polizist hat angegeben, dass eine weitere Informationsbroschüre im Oktober 2016 gedruckt wird. Diese soll folgenden Titel haben: GIDD DER SUCHT AN DEN DROGEN KENG CHANCE!

Zwischenzeitlich wurde der eifrige Werbeverkäufer wieder im Salon vorstellig und bat die Frau darum einen neuen Vertrag zu unterschreiben.

Die Polizei macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass keine solche Informationsbroschüre von der Polizei in Auftrag gegeben wurde. Auch die zweite Broschüre, welche für Oktober 2016 vorgesehen ist, steht in keinerlei Zusammenhang mit der Luxemburger Polizei.

Wir wollen ebenfalls darauf aufmerksam machen, dass jeder Polizeibeamter über einen Dienstausweis verfügt, welcher auf Anfrage vorgezeigt werden kann.
Jeder Polizeibeamter ist auch der luxemburgischen Sprache mächtig.

In diesem Fall ist Vorsicht geboten. Die betroffenen Personen, welche letztes Jahr sowie auch dieses Jahr Geld für eine Anzeige in einer der beiden genannten Informationsbroschüren bezahlt haben, sollen sich bei der Dienststelle in Schifflingen (Tel:2445-7200) melden.

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