Theater Trier: Kritk an Vertragsangebot

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Das Theater Trier - Foto: Theater Trier

TRIER. Das neue Vertragsangebot an den Intendanten des Trierer Theaters trifft nicht bei allen Parteien auf Zuspruch.

Scharfe Kritik an dem heute im Steuerungsausschuss mit großer Mehrheit beschlossenen Angebot einer Vertragsverlängerung für Generalintendant Karl Sibelius übt der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der AfD-Fraktion im Trierer Stadtrat Michael Frisch: „Herr Sibelius ist den an ihn gerichteten Erwartungen seit seinem Amtsantritt in keiner Weise gerecht geworden. Stattdessen hat er in kurzer Zeit nicht nur ein finanzielles Desaster angerichtet, sondern auch durch verfehltes Personalmanagement die Theater-Belegschaft gespalten. Zudem sind die Besucherzahlen während seiner Intendanz spürbar zurückgegangen, weil ein erheblicher Teil des Trierer Publikums seine künstlerischen Ambitionen nicht teilt.
Jeder Arbeitnehmer muss mit Konsequenzen rechnen, wenn er seinen vertraglich festgelegten Aufgaben nicht in ausreichendem Maße nachkommt. Dies sollte in besonderem Maße für einen leitenden Mitarbeiter der Stadt Trier gelten. Dass man den Intendanten für die verheerende Bilanz seiner bisherigen Amtszeit jetzt mit einem neuen Vierjahres-Vertrag belohnt, ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist zu befürchten, dass sich die Probleme fortsetzen und so ein noch größerer finanzieller und ideeller Schaden für das Theater und die Stadt entstehen wird. Dafür tragen dann diejenigen Ratsfraktionen die Verantwortung, die Herrn Sibelius für weitere vier Jahre ins Amt gehoben haben, anstatt seinen Vertrag nicht mehr zu verlängern. Ich habe als Vertreter der AfD-Fraktion im Steuerungsausschuss gegen den jetzt gefassten Beschluss gestimmt, weil mir die Zukunft des Trierer Theaters am Herzen liegt und weil ich es den steuerzahlenden Bürgern gegenüber nicht vertreten kann, dass keinerlei personellen Konsequenzen aus schwerwiegendem Fehlverhalten gezogen werden.
Leider war von vorneherein kaum ein anderes Ergebnis zu erwarten, da dies mit dem selbstkritischen Eingeständnis aller anderen Fraktionen verbunden gewesen wäre, bei der einstimmigen (!) Wahl des Intendanten im Jahre 2014 eine gravierende Fehlentscheidung getroffen zu haben. Über diesen Schatten konnten und wollten die meisten wohl nicht springen.“

4 KOMMENTARE

  1. Es ist sehr bedauerlich, dass die Stadt Trier nicht den Mut hatte, ihre Fehlentscheidung zu korrigieren und ein Dauerärgernis zu beseitigen. Irgendwie kommt es einem wie Hohn vor, dass jemand, der den Anforderungen seiner Arbeit keinesfalls gerecht wird, eine Chance erhält, die er selbst den vielen entlassenen Künstlern, die ihre Arbeit wirklich gut und engagiert und uns so viel Freude in den letzten Jahren gemacht haben, nicht gegeben hat. Man kann nur hoffen, dass die Entscheidung nicht bloß getroffen wurde, um der AfD nicht Recht gegeben zu müssen – ich bin wirklich keine, die dieser Partei anhängt, aber hin und wieder haben sogar die mal die richtige Auffassung! Dann müssen wir wohl weiterhin pendeln – nicht nur Luxemburg, auch Saarbrücken hat öfter mal wunderbare Aufführungen mit richtig guten Leuten. Schade – hatten wir auch mal.

  2. Eher friert die Hölle zu als dass Politiker zugeben eine falsche Entscheidung getroffen zu haben, ausserdem halten dann auch die politischen Seilschaften auch bei unterschiedlichen Standpunkten zusammen um das was man angerichtet hat zu verteidigen , siehe auch die GroKo damit man nur keine Angriffsfläche für berechtigte Kritik vom Plebs bietet, denn man ist ja da oben in der Politik und der Bürger hat ja auch gar keine Ahnung weil ja nur die Politiker die Weisheit mit Löffeln gefressen haben.
    Dazu kommt dann auch noch dass ja die Entscheidungsträger selbst nicht für die Kosten aufkommen müssen, das darf dann auch wieder der Bürger —- ungefragt. Und nachher ist es ja sowieso keiner gewesen.

  3. Er wird nicht so lange bleiben. Es wird in einer finanziellen Katastrophe enden. Zu verantworten haben das die niemals einen Fehler zugebenden Polititiker. Zu bezahlen hat es wie immer der Steuerzahler. Dann wundert man sich, wenn nicht gewünschte Parteien Zuspruch bekommen. Ganz trauriger neuer Akt!

  4. @ Trierer

    Ihre Argumentation ist schlüssig und nachvollziehbar. Man muss allerdings auch kritisch hinterfragen, wer und vor allem WARUM das Wahlvolk immer wieder diese „Lichtgestalten“ wählt, die da im Steuerungsauschuss und vor allem seit Jahren im Stadtrat sitzen.

    Fazit: die Trierer sind selbst schuld!

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