Verhandlungen ergebnislos – Warnstreiks beim Rettungsdienst

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Symbolbild

Bildquelle: pixabay

RLP. Nach gescheiterten Verhandlungen mit dem „Deutschen Roten Kreuz“ hat die Gewerkschaft ver.di Streiks in Rheinlan-Pfalz angekündigt. Insbesondere am 25. und 26. Juli soll das Land von den Streiks betroffen sein.

Die Ver.di Mitteilung:

„Nachdem am 20.07.2016 in der vierten Runde der Tarifverhandlung mit der Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ihre Forderungen nach Anhebung der Entgelte um 6 Prozent nachdrücklich bekräftigt hat, haben die Arbeitgeber um Bedenkzeit gebeten.

In dieser Tarifrunde geht es ver.di auch insbesondere darum, die Belastungssituation im Rettungsdienst zu minimieren. Einschließlich der Arbeitsbereitschaft arbeiten die Beschäftigten im Rettungsdienst 48 Stunden in der Woche. Bezahlt werden sie nur für 38,5 Stunden.
ver.di fordert eine Reduzierung der höchstmöglichen Arbeitszeit auf 42 Stunden. Zudem soll auch die Arbeitszeit über 38,5 Stunden in der Woche vergütet werden. Außerdem möchte ver.di den Urlaubsanspruch der Kolleginnen und Kollegen auf 30 Tage erhöhen.

Da auch in der vierten Verhandlungsrunde keine Gesamteinigung mit der Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes möglich war, wird ver.di die Beschäftigten beim Deutschen Roten Kreuz vor der anstehenden fünften Verhandlungsrunde zu Warnstreiks aufrufen. Die Beschäftigten im Rettungsdienst fordern neben einer angemessenen Entgelterhöhung Entlastung und werden ihren Forderungen bei den anstehenden Warnstreiks in Rheinland-Pfalz Nachdruck verleihen.

Bisher bieten die Arbeitgeber eine Arbeitszeitreduzierung in Stufen bis zum Jahr 2021 bis 45 Stunden in der Woche an. „Dies geht den Beschäftigten im Rettungsdienst nicht weit genug“, so der Verhandlungsführer von ver.di, Frank Hutmacher. „Wir brauchen viel früher eine spürbare Entlastung der Beschäftigten im Rettungsdienst sowie eine Bezahlung der Arbeitszeit ab der 38,5 Stunden pro Woche“.

Bei den Warnstreiks wird es insbesondere im Krankentransport zu spürbaren Einschränkungen kommen. ver.di sichert zu, dass es bei der Notfallrettung keine Einschränkungen gibt. Dazu hat ver.di den betroffenen Gliederungen des Deutschen Roten Kreuzes Notdienstvereinbarungen angeboten und zum Teil auch schon abgeschlossen.

Von den Warnstreiks wird Rheinland-Pfalz, insbesondere am 25.07.2016 und am 26.07.2016, betroffen sein. Am 25.07.2016 ab 11:00 Uhr wird eine zentrale Kundgebung in Mainz am Schillerplatz mit anschließender Demonstration durch die Stadt sowie am 26.07.2016 ab 11:00 Uhr eine bundesweite Kundgebung und Demonstration in Stuttgart stattfinden. Die Verhandlungen werden am 26.07.2016 ab 14:00 Uhr in Stuttgart fortgeführt.“

Quelle: ver.di

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