„Die Truhe“ – Großes Römer-Abenteuer von Resemie Kertels

„Die Truhe“ – Großes Römer-Abenteuer von Resemie Kertels

Bildquelle: Stefan Moll Verlag

TRIER. Die spannende Buchreihe „Geheimnisvolles Trier“ wird mit dem im Stephan-Moll-Verlag erschienenem Band, „Die Truhe“, von der Autorin Resemie Kertels, erfolgreich fortgeführt. Im Interview gibt uns die Autorin einen tollen Einblick in das Leben einer Autorin, ihre Motivation gerade Geschichten für Kinder zu schreiben und ihren besonderen Bezug zur Stadt Trier mit deren „römischer“ Vergangenheit.

Rike, Lukas und Niko werden diesen Klassenausflug nie vergessen: In den Barbarathermen haben sie nämlich einen ganz besonderen Ring gefunden. Der transportiert sie direkt in die Zeit der Römer. Und da erleben sie große Abenteuer. Auch bei ihrem neuesten Abenteuer ist wieder viel los: Tiberius ist ihnen nämlich gefolgt und ihr Ring hat einen bösen Kratzer bekommen. Außerdem ist da diese Schatztruhe, die jeder haben will. Rike, Lukas, Niko und Tiberius geraten mitten in eine wilde Jagd durch das römische Trier.
„Geheimnisvolles Trier: Die Truhe“ ist der fünfte Band der erfolgreichen Kinderbuchreihe. Die Geschichte verbindet die römische Vergangenheit Triers spannend mit seiner Gegenwart. Wer die Stadt kennt, dem werden viele Orte bekannt vorkommen. Doch auch ohne das ist die Geschichte lesenswert geschrieben und von Rachel Bauer hübsch illustriert.

Interview mit der Autorin Resemie Kertels

Frau Kertels, ihr aktuelle Veröffentlichung, „Die Truhe“, ist bereits das fünfte Buch ihrer spannenden Kinderbuchreihe „Geheimnisvolles Trier“. Was erwartet den Leser in ihrem neuen Buch?

„Warum kannst du denn Tiberius nicht einmal nach Trier kommen lassen?“ Das wurde ich des Öfteren bei meinen vielen Lesungen gefragt. Nun ist es endlich soweit, im fünften Teil folgt Tiberius seinen Freunden durch den Tunnel nach Trier. Aber es gefällt ihm überhaupt nicht. Deshalb beschließen Rike, Luise, Niko und Lukas, ihn so rasch wie möglich wieder zurück nach Treveris zu bringen. Doch ihr Ring, der sie immer wieder in die Römerzeit bringt, hat Kratzer abbekommen, weil Luise damit gespielt hat. Deshalb landen sie, das glauben die fünf Freunde zumindest, in Rom. Und plötzlich geht alles drunter und drüber, überall lauert Gefahr. Nicht nur, dass eine Truhe für Aufregung sorgt, nein, die Kinder müssen auch noch vor einer wilden Bestie fliehen. Aber mehr will ich jetzt nicht verraten. Es wird jedenfalls wieder sehr spannend.

Ihre bisherigen Veröffentlichungen beschäftigen sich insbesondere mit der Vergangenheit der Stadt Trier. Warum ist gerade dieses Thema für Sie ein so spannendes und interessantes?

Trier steckt voller Geschichte und für mich auch voller Geschichten. Ob es nun die Römerzeit oder das Mittelalter ist, ich bin von beidem gleichermaßen fasziniert.
Die Lebensweise der Menschen und was sie mit einfachen Mitteln zustande brachten, hat es mir angetan. Deshalb würde ich auch gerne einmal, so wie die Kinder in meinen Büchern, einige Tage in der Vergangenheit verbringen.

Wie entstand die Idee, das „römische Trier“ als Schauplatz gerade für Kindergeschichten zu wählen? 

Man könnte denken, diese Buchreihe sei entstanden weil Trier meine Heimatstadt ist. Aber die Idee hat ihren Ursprung in meiner Schulzeit.

Damals, ich war etwa 10 Jahre alt, habe ich mit meinen Freundinnen und Freunden während den Ferien immer eine Besichtigungstour durch Trier gemacht. Der Eintritt war nicht besonders teuer, für ein paar Pfennige konnte man sämtliche römische Bauten besuchen. Mir haben die Barbarathermen besonders gefallen, denn dort gibt es viele dunkle Gänge. Das ist ganz schön unheimlich und aufregend. Aus Angst, in so einem Tunnel könnte sich vielleicht ein Geist befinden, haben wir uns nie weiter als höchstens fünf Meter hinein getraut. Mit der Zeit wurden wir aber etwas mutiger und hatten, als wir wieder einmal die Thermen besuchten, Streichhölzer mitgenommen. Furchtlos gingen wir dann in den Gang hinein. Doch wie enttäuscht waren alle, als plötzlich eine Mauer den Weg versperrte.
Eines Tages fiel mir dieses Erlebnis wieder ein und ich überlegte, was sich wohl hinter der Mauer befinden könnte. So entstand die Idee zu meinem Römerbuch. Dass daraus einmal eine Serie werden würde, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können.

Worin liegt der Reiz und was sind die besonderen Herausforderungen für eine Autorin, Geschichten für eine jüngere Altersklasse zu verfassen? 

Kinder sind noch begeisterungsfähig und können sich leicht in die Handlung einer Geschichte hineinversetzen. Wenn ich Schulklassen aus meinen Büchern vorlese und sehe, wie die Kinder mit Lukas und seinen Freunden mit fiebern, habe ich alles richtig gemacht. Kindern den Zugang zu einer längst vergangenen Zeit zu öffnen und ihnen damit einen riesen Spaß zu bereiten, das ist mein Ziel. Dennoch habe ich mich entschieden, auch einmal einen Roman für Erwachsene zu schreiben. An diesem arbeite ich zurzeit.

Sie sind selbst Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Hätten Sie ihren Kindern im jungen Alter gerne mehr Geschichten mit regionalem Bezug vorgelesen?

Meinen Töchtern habe ich oft selbstgeschriebene Kurzgeschichten vorgelesen, die aber noch keinen deutlichen regionalen Bezug hatten.

Woher nehmen Sie die Ideen und Inspirationen für die spannenden Abenteuer rund um die Moselstadt?

Ich recherchiere, besuche Museen und lese viel. All das, gepaart mit etwas Fantasie – und schon entsteht daraus eine Geschichte. Na ja, ganz so einfach ist es dann doch nicht, muss ich gestehen. Weil jeder Band einzigartig sein soll, versuche ich das Wissen, das ich in meinen vorherigen Bänden vermittelt habe, stetig zu erweitern.
Um dann auch noch meine Lesungen lebendiger zu gestalten, habe ich zu dem jeweiligen Buch immer Anschauungsmaterial dabei, das ich selbst herstelle. Da kann man schon mal einen Römer auf einer Latrine sitzen sehen, Gladiatoren in ihren Rüstungen, Schulkinder beim Unterricht, eine Wachstafel und einen Abacus ausprobieren, usw..

Welche Kinderbücher fanden Sie in ihrer Kindheit besonders spannend?

Alle Abenteuergeschichten von Enid Blyton! Und Astrid Lindgren fand ich auch toll.

Nachtrag:

Wir bedanken uns noch einmal recht herzlich bei Resemie Kertels, dass Sie sich die Zeit für unsere Fragen genommen hat. Vielen Dank. Das Interview führte Sebastian Schmitz.

Ihr seid neugierig geworden? HIER gibt es das spannende Buch zu erwerben.

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