Betrugswarnung: Polizei warnt vor „Call ID – Spoofing“

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Bildquelle: pixabay / JESHOOTS

WITTLICH. Am Montag, 11. Juli, rief in den Abendstunden ein angeblicher Herr Schneider bei einer Tankstelle in Wittlich an. Er wollte dringend den Chef sprechen. Daher wurde ihm dessen Mobilfunkrufnummer durchgegeben.

Wenige Minuten später erfolgte ein erneuter Anruf in der Tankstelle. Auf dem Display der Telefonanlage leuchtete die Handynummer des Chefs auf. Es meldete sich eine männliche Person und teilte mit, der Chef könne gerade nicht ans Telefon, es gehe aber um die Sache mit Herrn Schneider, er wisse Bescheid. Herr Schneider würde berechtigt eine Überprüfung vornehmen. Er habe zwecks Legitimierung ein Passwort erhalten. Wenn er nochmals anrufe und das Passwort nennen würde, so solle der Angestellte ihm die gewünschten Informationen geben.

Wenige Minuten später rief erneut der angebliche Herr Schneider an. Er bat den Angestellten, ihm mehrere Aufladenummern für Telefonkarten, sogenannte CashCodes, auszudrucken, da die Anlage überprüft werden müssen. Dies tat der Angestellte und gab dem Anrufer mehrere Aufladenummern durch. Dadurch entstand der Tankstelle ein Schaden in Höhe von 380,- EUR.

Am nächsten Tag wurde der Betrug festgestellt. Die Rufnummer des Chefs war bei dem zweiten Anruf per Call ID – Spoofing über Internettelefonie an der Telefonanlage angezeigt worden.

Die Aufladenummern waren zu diesem Zeitpunkt bereits eingelöst worden. Regelmäßig werden diese auf PrePaid-Handys aufgeladen, deren hinterlegte Anschlussinhaber nicht existent sind.
Bereits in der jüngsten Vergangenheit war es in einer weiteren Tankstelle und einem Lebensmittelgeschäft zu gleichgelagerten Straftaten gekommen.

Aufladenummern sollten in keinem Falle über Telefon weitergegeben werden.

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