Klage gegen AKW Tihange auf dem Weg

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Bildquelle: Wikimedia

RLP. Das Land Rheinland-Pfalz wird der Klage der Städteregion Aachen gegen die Wiederinbetriebnahme des belgischen Atomkraftwerks Tihange 2 beitreten. Dem Vorschlag des von Ulrike Höfken geführten Umweltministeriums hat heute der Ministerrat zugestimmt.

Dazu die anti-atompolitische Sprecherin Jutta Blatzheim-Roegler:

„Seit Jahren fordern wir die Abschaltung aller Atomkraftwerke. Gerade die unser Land bedrohenden Pannenmeiler wie Tihange 2, dessen Reaktorbehälter mehrere tausend Risse aufweist, müssen so schnell wie möglich außer Betrieb gesetzt werden. Es ist absolut richtig, dass die Landesregierung den Druck über den Klageweg erhöhen will. Ebenso ist das AKW Cattenom schnellstmöglich abzuschalten, steigt die Zahl der Störungen in den letzten Jahren doch ständig an. Atomkraft – nein danke!“

Die Klage der Städteregion Aachen, der auch das Land Nordrhein-Westfalen beigetreten ist, richtet sich gegen die Wiederinbetriebnahme des AKW Tihange 2. Dieses AKW war im Jahr 1983 ans Netz gegangen und hat nach belgischem Gesetz eine Laufzeit bis 2023. Aufgrund der Risse im Reaktorbehälter wurde das AKW im März 2014 stillgelegt und nach einer Überprüfung durch die belgische Atomaufsicht im November 2015 wieder angefahren, obwohl die Ursachen für die Risse nicht geklärt wurden.

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