Theater Trier: Wie teuer wir der „Sibelius-Aufpasser“?

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Bildquelle: Trier.de

TRIER. Oberbürgermeister Wolfram Leibe möchte dem Intendanten einen kaufmännischen Verwaltungsdirektor zur Seite zu stellen. Die Linksfraktion sieht in dieser Vorgehensweise keine langfristige Lösung, um sowohl den finanziellen Problemen Abhilfe zu leisten als auch den Kulturbetrieb ausreichend am Laufen zu halten.

„Einen Verwaltungsdirektor beim Theater Trier als Co-Amtsleiter einzustellen, wird die finanziellen Probleme des Hauses und der Stadt nicht lösen, sondern eher verschärfen. Die zusätzlichen Kosten, die für das Gehalt des Verwaltungsdirektors anfallen, betragen rund 80.000 Euro pro Jahr. Es gibt kein Konzept wie das ohnehin schon stark belastete Budget des Theaters diese Kosten tragen soll – Einsparungen im künstlerischen Bereich sind daher zu befürchten“, erläutert der kulturpolitische Sprecher Matthias Koster.

Katrin Werner, Kreisvorsitzende der LINKEN, ergänzt: „Ein Verwaltungsdirektor würde nur dann Sinn ergeben, wenn Sibelius alleine die Schuld an der finanziellen Misere trüge. Dabei zeigen beispielsweise die Vorgänge um die Absage von NeroHero und die anschließende Kostenexplosion, dass es auch in anderen Bereichen der Kulturpolitik erhebliche Defizite gibt, besonders bezüglich genauer Absprachen mit der Verwaltung.“

„Wir befürchten, dass der Verwaltungsdirektor erhebliche Einschnitte in der künstlerischen Arbeit des Theaters vornehmen wird, ohne langfristige Verbesserungen im Kulturdezernat zu bewirken. Stattdessen fordern wir eine kritische Überprüfung der momentanen Verwaltungsstrukturen im Kulturdezernat. Das betrifft insbesondere interne Kommunikationsabläufe und die Vernetzung mit Theater und sonstigen Kultureinrichtungen.“

7 KOMMENTARE

  1. Ganz einfach: Das Gehalt bei den andern zwei Verantwortlichen kürzen und einen Betriebswirtschaftler einstellen, wenn man die Veratwortlichen schon nicht los werden will Muss ja keiner im Rang eines Direktors sein. Oberamtsrat reicht auch.

  2. Wieso 80.000 Euro ? Das kostet überhaupt nichts weiter. Das jetzige Gehalt von Sir Sibelius wird durch zwei geteilt und schon reicht es für die 2 Stellen und alle können gut davon leben, was will man mehr.

  3. In Verwaltungen wird das folgendermassen geregelt, es gibt ein festes Budget für Personalkosten , wenn dann ein Posten im oberen Verwaltungsbereich geschaffen wird der im Personalplan nicht vorgesehen ist, werden dafür 2 -3 Stellen in der niederen Verwaltung nicht besetzt , die Arbeit darf dann durch Kollegen aufgefangen werden. Gehaltskürzungen oder Zurückstufungen bereits geschaffener Posten gibt es nicht .

    • Meistens sind die Inkompetenten und ‚fachtechnisch Fehlplatzierten‘ mit Abstand die besten Intriganten und Ellbogenkämpfer. Bei uns hat man auch versehentlich eine Klofrau in die Disposition befördert, die „führt jetzt die Gespräche“: Wofür andere einen Zweizeiler brauchen, braucht die stundenlang blabla. Schafft nix, sondern hält sich mit Emotionalisierung und Denunziationen über Wasser. Wenn diese Nichtskönner einmal ins gemachte Nest gesetzt wurden, schlingern sie sich darin fest wie eine Zecke. Sie weiß, so einen Posten kriegt sie nie wieder, in ihrer häufig aufkommenden Abstiegsangst wird notfalls JEDER als vorgeschobenes Futter die Klippen runtergeschubst, bevor sie selbst diesen Posten verliert.
      [Ah, das tat gut. Jetzt kann ich auch wieder was schaffen…]

      • Ich pflichte Ihnen bei in der öffentlichen Verwaltung gibt es mehr Seilschaften als in allen Bergsteigerclubs dieser Welt.
        Dort ist die Inkompetenz Königin, ganz besonders gravierend und anzutreffen auf Posten die politisch motiviert besetzt werden.
        Und mir soll niemand erzählen das stimme nicht, ich habe in sowas mein Brot verdient ( die Arbeit war nicht das härteste daran, sondern sich gegen Ungerechtigkeit und Mobbing zu wehren )

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