Abreise in Mendig – Zwischen Chaos, Wut und Verständnis

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MENDIG. Das Festival „Rock am Ring“ musste aufgrund erneuter Unwetterwarnungen abgebrochen werden und die Besucher wurden gebeten, schnellstmöglich das Gelände zu verlassen. Die Stimmung ist dabei, trotz Chaos, geteilt.

„Nach sechs Stunden haben wir es endlich auf die erste asphaltierte Zufahrtsstraße geschafft. Wir sind froh, wenn wir endlich auf dem Heimweg sind“, berichtet uns die 28-Jährige Linda, die mit zwei weiteren Freunden noch Richtung Süddeutschland muss.

„Die Abreise könnte chaotischer nicht sein, Matsch und diese Menge an Menschen lassen uns schon eine gefühlte Ewigkeit hier stehen. Wir haben gesehen, wie Traktoren die Autos aus dem Schlamm ziehen mussten. Wir haben es zum Glück mit der Hilfe anderer Festivalbesucher geschafft, unser Auto nach vorne zu bewegen“, erzählt Lukas aus Bonn.

Justus erzählt schmunzelnd: „Sauer bin ich nicht. Menschenleben gehen vor. Bitter ist nur, dass ich bei der aktuellen Wetterlage einen Sonnenbrand bekommen habe“.

Aber nicht alle Besucher reagieren so entspannt auf die vorzeitige Absage.

„Wo bleiben die angekündigten Unwetter? Perfektes Festivalwetter würde ich mal sagen. Ein Witz, die Veranstaltung abzubrechen. Freitag und Samstag war es doch viel schlimmer!“, erzählt Erik, 21 Jahre.

Eine Gruppe aus Dresden erzählt: „Unser Biervorrat war auch für heute eingeplant, daher ist es uns egal, ob wir nun auf dem Zeltplatz trinken oder auf dem Weg zur Autobahn. Es muss ja nur der Fahrer nüchtern bleiben.“

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