Sitzen ist das zweite Rauchen – Welchen Einfluss die steigende Inaktivität auf unsere Gesundheit hat

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Glaubt man der Meinung des britischen Arztes und Wissenschaftlers James Levine ist Sitzen das Schlimmste, was Sie Ihrem Körper antun können. Er geht sogar noch einen Schritt weiter und behauptet Stühle seien lebensgefährlich! Das wäre allerdings alles halb so schlimm, wenn unsere tägliche Zeit, die wir in inaktiver Körperposition verbringen, nicht permanent ansteigen würde.

So sitzt nach aktuellen Untersuchungen heutzutage jeder vierte Deutsche für ca. 9 Stunden und jeder neunte sogar 11 Stunden am Tag. Worin sich die Wissenschaftler mittlerweile auch einig sind, ist die Tatsache, dass diese langen Inaktivitätszeiten schwerwiegenden Einfluss auf unsere Gesundheit haben.

Der Bewegungsmangel führt zu porösen Knochen, der Hormonhaushalt gerät aus dem Gleichgewicht und die Wirbelsäule leidet. Im Sitzen werden deutlich weniger Kalorien verbraucht, aber durch Essen stetig zugeführt – so entsteht Übergewicht, was wiederum zahlreiche Folgeschäden verursacht. Auch schwerwiegendere Gesundheitliche Probleme, wie z. B. Diabetes und Krebs, sowie steigende Blutfett- und Blutzuckerwerte werden wohl durch das ständige Sitzen begünstigt.

Es bleibt nun die Frage was man tun kann. Unser Alltag und vor allem unsere Arbeitswelt werden durch die schnelllebige technische Entwicklung und die Digitalisierung zunehmend bewegungsärmer. So sind wir zwangsläufig selbst dafür verantwortlich unser tägliches Bewegungspensum zu steigern und Training in unserem Terminkalender einzuplanen. Schon 2mal Training pro Woche für 35 Minuten reichen aus, um den oben genannten Krankheiten vorzubeugen und dem Bewegungsmangel entgegenzuwirken.

Egal, ob im Fitnessstudio oder in der Turnhalle, ob im Wald oder an der schönen Mosel Bewegung ist Körperpflege und sollte den gleichen Stellenwert haben, wie das tägliche Zähneputzen.

Und das können Sie z. B. auf der Arbeit tun:

  1. Stehen Sie alle halbe Stunde auf.
  2. Stellen Sie Papierkorb und Drucker weit vom Schreibtisch weg.
  3. Welchseln Sie die Positionen; stellen Sie sich z. B. beim Telefonieren hin.
  4. Sitzen sollte ein dynamischer Prozess sein. Ändern Sie häufiger die Position und setzten Sie sich ruhig mal auf die Kante der Sitzfläche.

 

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