KATZ-Theater Trier: Manchmal ist Theater auch Zauberei

1
Die Mausefalle 2016 – Willkommen in Monkswell Manor (v.h.l. Joya Ghosh, Stephan Moll, Andreas Scherf, Andreas Müller, Benedikt Schekatz, Tanja Finnemann, Katharina Remy, Elke Hennig, Michael Roller, Sara Schilaksy)

Bildquelle: KATZ Theater

TRIER. Für das Trierer Katz-Theater, eine freie Theatergruppe beheimatet in der TuFa Trier, ist das Jahr 2016 bisher ein voller Erfolg. Das Stück „Die Mausefalle“ von Agatha Christie, unter der Regie von Tanja Finnemann, feierte bereits fünf ausverkaufte Vorstellungen, sodass es nun sogar eine Zusatzvorstellung (3. Juli) gibt. Ein Teil der Einnahmen des Stückes werden dabei, wie auch bei vergangenen Produktionen, für soziale Zwecke gespendet. So konnten bei dieser Produktion 1500€ an Papillon, eine Beratungsstelle für Kinder krebskranker Eltern, überreicht werden.

Ob Klassiker, Krimi oder absurdes Theater, die bunte Theatergruppe aller Altersklassen, aktuell 25 bis 74 Jahre, sucht immer wieder neue Herausforderungen.
Die derzeit 15 aktiven Mitglieder versuchen stets mit abwechslungsreichen Produktionen das Publikum zum Weinen, Lachen oder Nachdenken anzuregen. Berühmte Stücke wie „Das Missverständnis“ von Albert Camus , „Der letzte der feurigen Liebhaber“ von Neil Simon, „Die respektvolle Dirne“ von Jean-Paul Sartre (2001), „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ von Edward Albee, oder aber „Ich WG“ von Andreas Keßner, zählten unter anderem zu den bisherigen Produktionen.

Als Theatergruppe der Volkshochschule gegründet

Das KATZ-Theater Trier blickt auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück und voller Engagement in die Zukunft. 1987 aus einer Theatergruppe der Volkshochschule Trier hervorgegangen, wird die Gruppe 1990 Teil der Kleinen Anderen Trierer Zeitung – die Geburtsstunde des heutigen KATZ-Theaters. Mit der Eigenproduktion „Ist der weiße Flieder essbar?“, feierte man die erste Produktion auf der Bühne in der Trierer Tuchfabrik.

Nach einer kleinen kreativen Pause zwischen den Jahren 2008 und 2013, meldete sich das Theater im Jahr 2013 mit dem absurden Theaterstück „Picknick im Felde“ von Fernando Arrabal auf der Bühne der TUFA zurück. Seit 2015 begeistert der im Jahr 2000 gegründete Verein „KATZ-Theater e.V. sein Publikum mit zwei Produktionen im Jahr. Diese werden am Ende eines Jahres, wenn alle Mitglieder zusammen sitzen, gemeinsam geplant. Dabei darf jeder Vorschläge einbringen.

Soziales-Engagement als Leitkultur

Der Verein versteht Kultur nicht nur als Unterhaltung, sondern auch als Verpflichtung an der Gesellschaft. Mithilfe der Produktionen werden soziale Vereine oder Projekte in Trier unterstützt. So werden die Eintrittsgelder einer Vorstellung pro Produktion an jeweilige Partnerprojekte gespendet.
Der diesmalige Projektpartner Papillon bietet unter anderem Ausflüge für die Kinder an, um sie aus dem Alltag herauszuholen. So nahm die Gruppe dies zum Anlass, den Kindern einen Tag im Theater anzubieten. Am 23.04.2016 besuchten also sechs Jungen und Mädchen das Theater. Gemeinsam mit den Kindern wurden Sprech- und Improvisationsübungen durchgeführt und sogar eine Szene der „Mausefalle“ erarbeitet.

Erster Vorsitzender und Gründungsmitglied des Theaters ist Gerd Freyberg. Seit 1987 leitet er das KATZ-Theater und führte auch Regie bei zahlreichen Stücken. Im Jahr 2003 erhielt Freyberg vom Trierer Kulturdezernenten den Ehrenbecher der Stadt für besondere Verdienste um die Kultur in Trier.
Freyberg und die anderen Mitglieder können viele lustige Anekdoten aus der gemeinsamen Zeit erzählen, denn nicht immer lief alles wie sollte. Eine zu früh eingespielte Toilettenspülung oder aber das „abrutschen“ der Darsteller in den zweiten Akt des Stückes in „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“, sind nur einige der lustigen Geschichten, welche immer wieder gemeinsam gemeistert wurden.

Kommende Veranstaltungen des Theaters:
Auch in diesem Jahr gibt es noch die Möglichkeit das Katz-Theater einmal „live“ auf der Bühne erleben.
3.Juli : Zusatzveranstaltung „Die Mausefalle“, 18:00 Tuchfabrik
Ab 15. Oktober: „Die Herren der Fliege“ (Regie: Joya Ghosh) eine Adaption des Klassikers „Herr der Fliegen“ von William Golding, großer Saal Tuchfabrik Trier

Tickets gibt es im Vorverkauf bei Ticketregional

1 KOMMENTAR

  1. Glückwunsch an die Truppe ! die Mausefalle war wunderbar ! toll inszeniert in schwarz weiß , einfallsreich und animierend – danke für euer Engagement und gegönnt seinen euch volle Häuser – besonders dann für Oktober .
    Man sieht wie es gehen kann – low Budget und tolles Theater ohne viel ´´ Theater ´´ – macht weiter so !

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.