Aufholjagd glückt nicht – Rote Karte nach Abpfiff

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Bildquelle: Fotomontage Peter Smola/pixelio

TRIER. In der Regionalliga musste Eintracht Trier am Samstag eine bittere 1:2-Heimniederlage hinnehmen. Nach einem 0:2-Rückstand kämpfte sich die Eintracht in der zweiten Halbzeit eindrucksvoll zurück. Das Happy End blieb jedoch aus.

In der Startaufstellung sorgte Peter Rubeck für eine faustdicke Überraschung. Umbaumaßnahmen an der Viererkette waren unabdingbar, nachdem sich gegen die Offenbacher Kickers drei Abwehrspieler (Buchner, Müller, Riedel) eine Sperre für das Spiel gegen die Breisgauer abgeholt hatten. Dass Rubeck jedoch Außenstürmer Julian Bidon als Linksverteidiger aufbieten würde, war kaum vorhersehbar. Bei Ballbesitz der Freiburger zog sich zudem Robin Garnier in die Defensivreihe zurück. „In der Abwehr waren wir zum Umbauen gezwungen. Mit Julian Bidon und Robin Garnier hatten wir zwei Spieler, die diese Position nicht gelernt haben. Aber beide haben ihre Sache gut gemacht“, bilanzierte Peter Rubeck nach Spielende.
In der Anfangsphase entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, bei der Torgefahr zunächst nur nach Standardsituationen spürbar war.

Die Eintracht hatte in der 15. Minute eine sehenswerte Eckballstafette. Auf Freiburger Seite sorgte Lucas Hufnagel nach einer Ecke für Gefahr. Sein Schuss konnte von Oliver Laux geblockt werden (20.). Überraschend ging der Sportclub in Führung. Fabian Schleusener nahm Tempo auf und setzte zum Solo an. Sein platzierter Schuss in die rechte Ecke war für Torhüter Chris Keilmann unhaltbar (24.). Kurz vor der Halbzeit kam es für den SVE noch dicker: erneut traf Schleusener, der überlegt zum 0:2 einschieben konnte (43.). „In der ersten Halbzeit waren wir insgesamt zu ängstlich. Uns hat das Tempo gefehlt und wir haben zu wenige zweite Bälle bekommen. Die beiden Gegentore waren gut herausgespielt“, bemängelte Rubeck.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Eintracht deutlich verändert. Wie ausgewechselt kam die Mannschaft von Trainer Peter Rubeck aus der Kabine, um sich der drohenden Niederlage entgegen zu stellen. Es folgte eine wütende Angriffsserie der Moselstädter. Nach einer Kopfballverlängerung von Benedikt Koep lief Christoph Anton auf das Freiburger Tor zu, doch Keeper Zackary Steffen konnte mit dem Fuß klären. Nur eine Minute später herrschte nach einem Eckball im Freiburger Strafraum großes Chaos. Zuerst wurde ein Schuss von Patrick Lienhard in höchster Not geklärt. Torge Hollmanns Nachschuss konnte ebenfalls geblockt werden. Bei der anschließenden Aktion klingelte es dann im Freiburger Kasten. Christoph Anton setzte sich auf der linken Außenbahn durch und fand in der Mitte Patrick Lienhard, der mit dem 1:2 die Trierer Aufholjagd einläutete (49.). „Zum zweiten Durchgang haben wir taktisch umgestellt. Die Mannschaft hat die Brechstange rausgeholt und alles reingeworfen. Ein 2:2 wäre mehr als verdient gewesen“, fasste Trainer Peter Rubeck zusammen. Zudem brachte er mit Charlie Rugg, Vincent Boesen und Daniel Hammel drei zusätzlich Offensivkräfte. Ein Tor für die aufopferungsvoll kämpfenden Trierer wollte trotzdem nicht mehr fallen.

Am kommenden Wochenende (Samstag, 14 Uhr) trifft Eintracht Trier auswärts auf den TSV Steinbach.

Statistik:
Eintracht Trier: Keilmann – Hollmann, Dingels (68. Hammel), Laux, Bidon- Garnier (81. Boesen), Telch, Spang (54. Rugg), Anton – Lienhard – Koep
SC Freiburg U23: Steffen – Dorn, Faller, Föhrenbach, Kath – Hufnagel (81. Müller), Hingerl (57. Hofgärtner), Stanko, Schleusener – Kleindient, Falahen (87. Schöttgen)
Tore: 0:1 (24.) und 0:2 (43.) Schleusener, 1:2 (49.) Lienhard
Schiedsrichter: Tobias Reichel
Zuschauer: 1856
Besondere Vorkommnisse: rote Karte gegen Christoph Anton (95.) nach Schlusspfiff

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