Steht das Feriendorf an der Mosel vor dem Aus?

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Bildquelle: Wikipedia

BRIEDEL. Seit Jahren sorgt das Thema „Ferienpark Marina Weingarten“ in der Region für Diskussionen. Ein Sportboothafen und etwa 170 Ferienhäuser, Moselidylle inklusive, sollen an der Moselschleife bei Briedel entstehen. Das vor einem Monat von der SG Nord genehmigte Millionenprojekt stößt jedoch auf großen Widerstand. Nicht nur die Winzer fühlten sich übergangen, auch die Umweltorganisationen BUND hat nun angekündigt, Klage einzureichen.

Auf ihrer Internetseite zeigt sich der BUND enttäuscht über das geplante Vorhaben und die Baugenehmigung des Sportboothafens. „Das geplante Bauvorhaben ist ein massiver Eingriff in die Landschaft. Aus unserer Sicht ist dieser so gravierend für den Arten- und Landschaftsschutz, dass die Genehmigung nicht zu rechtfertigen ist“, betont BUND-Landesvorsitzender Holger Schindler.

Vor allem den Naturschutz sieht die Organisation bei der Erteilung der Genehmigung nicht ausreichend gewürdigt. So heißt es auf der Internetseite: „Das Feriendorf ist mitten im Landschaftsschutzgebiet geplant. Es soll an einem im Süden liegenden Gleithang direkt gegenüber des europäischen Vogelschutz-Gebiets „Wälder zwischen Wittlich und Cochem“ gebaut werden. Hierdurch ginge ein wichtiges Nahrungshabitat für die im Schutzgebiet lebenden seltenen Vogel- und auch Fledermausarten verloren.“

„Neben dem direkten Lebensraumverlust vieler Tierarten, komme es zur Beunruhigung und Vertreibung durch massive Baumaßnahmen und Lärmbelästigung durch Motorboote. Geplante Zufahrten würden die Auen entlang dieses Teils der Mosel zerstören.“

Da mehrere Hinweise und Warnungen der Umweltschützer keine Beachtung fanden, wird nun versucht juristisch gegen die Genehmigung vorzugehen. „Gemeinsam mit unserer Kreisgruppe und der örtlichen Bürgerinitiative wird der Landesverband Gutachter und Rechtsanwälte beauftragen, um nun den Klageweg zu bestreiten“, so der Landesvorsitzende Schindler.

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