Nero-Absage eine „riesige Blamage für die Stadt“

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Michael Frisch / Foto: AfD Trier

Bildquelle: AfD Trier

TRIER. In einer aktuellen Pressemitteilung warf die schwarz-grüne Verantwortungsgemeinschaft dem Leiter des Kulturdezernats, Thomas Egger, das Scheitern des Performance-Projektes Nero Hero vor, das im Rahmen der in diesem Jahr in Trier stattfindenden Nero-Ausstellung im August vor der Porta Nigra aufgeführt werden sollte. Daraufhin sagte der Dezernent das Vorhaben aufgrund mangelnder politischer Unterstützung seitens der Stadtratsmehrheit vollständig ab. Intendant Karl Sibelius trat zudem als künstlerischer Gesamtleiter des Projektes zurück.

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Michael Frisch äußert sich kritisch zu diesen Vorgängen: „Natürlich ist es richtig, angesichts eines Kostenvolumens von über 400.000 € für eine Aufführung mit maximal 1200 Besuchern die Notbremse zu ziehen. Dennoch ist das Ganze eine riesige Blamage für die Stadt, gerade weil die Veranstaltung auch Bestandteil des rheinland-pfälzischen Kultursommers sein sollte. Dass die schwarz-grüne Ratsmehrheit die Verantwortung dafür jetzt alleine beim Kulturdezernenten sucht, greift allerdings deutlich zu kurz. Die künstlerische Gesamtleitung oblag nicht Thomas Egger, sondern dem Intendanten Karl Sibelius, dessen mangelhaftes Konzept offensichtlich eine wesentliche Ursache des jetzigen Scheiterns ist. Und eben diesen Intendanten haben auch Grüne und CDU praktisch auf einer Sänfte ins Stadttheater getragen.“ Schon bei Sibelius´ Berufung, so Frisch, habe es von seinen früheren Wirkungsstätten mahnende Stimmen gegeben, die jedoch einfach ignoriert worden seien. So sei es kein Geheimnis gewesen, dass Kritiker seine Fähigkeit angezweifelt hätten, mit Geld aus öffentlicher Hand verantwortungsbewusst umzugehen. Auch derzeit gebe es Vermutungen, dass für die laufende Spielzeit ein Defizit von etwa 2 Millionen Euro zu erwarten sei.

„In krassem Widerspruch dazu stehen Sibelius hochtrabende Pläne, bei denen er auf eine Verdoppelung der jetzigen Gesamtfläche des Stadttheaters und einen zweiten Standort pocht, womit für die Stadt nicht nur hohe Millioneninvestitionen , sondern auch deutlich gesteigerte Folgekosten verbunden wären,“ warnt Frisch. „Dementsprechend ist sein Rücktritt als künstlerischer Gesamtleiter aus dem Nero-Projekt zwar der richtige, aber nur der erste Schritt: In der Nachbearbeitung der Nero Hero-Blamage muss auch die Frage gestellt werden, ob Karl Sibelius die geeignete Personalie für die wichtige Position des Generalintendanten mit künstlerischer, kaufmännischer und personeller Gesamtverantwortung am Stadttheater ist.“

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