Junge Freiwillige für ein archäologisches Jahr gesucht

0

Bildquelle: Stefan Kühn/wikipedia.de

TRIER. Ein Jahr lang auf archäologischen Ausgrabungen mitarbeiten, dabei Verantwortung tragen und die eigenen Stärken kennen lernen – das muss für junge Leute kein Traum bleiben. Noch bis zum Mai 2016 besetzt die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) in der Außenstelle Trier der Direktion Landesarchäologie wieder drei Plätze im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres Kultur im
Grabungsdienst.

Das FSJ Kultur macht es jungen Menschen von 16 bis 26 Jahren möglich, sich ein Jahr lang in kulturellen Einrichtungen einzubringen, Einblicke ins Berufsleben zu erhalten, individuelle Interessen zu vertiefen und selbstständig eigene Projekte zu realisieren.

Archäologen und Grabungstechniker, deren Aufgaben die Erforschung, Sicherung und Erhaltung der archäologischen Zeugnisse im Bereich Trier von den steinzeitlichen Anfängen bis zum späten Mittelalter sind, nehmen die Freiwilligen ein Jahr lang unter ihre Fittiche, um ihnen Praxiseinblicke zu gewähren, die über ein Praktikum weit hinausgehen. Wobei Ausgraben und Dokumentieren die wichtigsten Bereiche der
täglichen Arbeit sind, gehören aber auch Einblicke im Restaurierungs- und Ausstellungsbereich dazu. So können die Freiwilligen unterschiedliche Berufe in der Archäologie kennen lernen, auf Ausgrabungen und bei deren Aufarbeitung mitarbeiten und eigene Talente im Zeichnen oder am Computer zur Geltung bringen.

Auch die „FSJler“ der letzten Jahrgänge sind mit ihrer Entscheidung, ein Jahr in der Landesarchäologie mitzuarbeiten sehr zufrieden. Die „FSJlerin“ Merle Oelbüttel über ihre bisherige Arbeit: „Mir gefällt, dass man immer draußen ist und trotzdem den mit Kultur und Geschichte zu tun hat.“ „Man bringt die Geschichte in die Geschichtsbücher“, so antwortete Marcel Strehlau auf die Frage, was ihn an der Arbeit eines Archäologen fasziniert. Während Lisa Eglinsdörfer die zeichnerische Dokumentation am besten gefiel, waren sich Alexander Scholz und Amin Peter Baaziz, einig, dass die gesamte Ausgrabungsorganisation sehr interessant und
spannend ist.

Während eines Freiwilligen Sozialen Jahres Kultur können die Freiwilligen ihre Stärken im Team erproben, Verantwortung für ein eigenes Projekt übernehmen, Neues ausprobieren, eigene Ideen verwirklichen und viele interessante Menschen treffen. Des Weiteren erarbeitet jeder Freiwillige innerhalb des Jahres ein eigenständiges Projekt, das auf eigenen Ideen basiert und von der Einsatzstelle unterstützend begleitet wird.

Die Freiwilligen erhalten ein monatliches Taschengeld in Höhe von 320 € und sind sozialversichert. Außerdem wird das FSJ Kultur als Praxisteil bei der Erlangung der Fachhochschulreife anerkannt. Damit die Freiwilligen möglichst viele Erfahrungen aus ihrem FSJ mitnehmen können, bietet der Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres, das Kulturbüro Rheinland-Pfalz, verschiedene Seminare und Weiterbildungen an.

Besonders für diejenigen, die einen Beruf im Kulturbereich anstreben, bietet das FSJ Kultur eine gute Möglichkeit, das Berufsleben kennenzulernen und zu testen, ob man den Herausforderungen dieses Berufsfeldes gewachsen ist.

Informationen zum FSJ Kultur und zum Bewerbungsablauf sind unter http://www.fsjkultur-rlp.de/ zu finden. Hier können sich Interessierte im Onlineverfahren für die FSJ-Stellen in der Direktion Landesarchäologie,
Außenstelle Trier bewerben.

Auch im September 2016 besteht erneut die Möglichkeit, ein FSJ Kultur zu beginnen. Neben Stellen in der Landesarchäologie bietet das Rheinische Landesmuseum Trier dann auch Möglichkeiten für ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Bibliothek und der Museumspädagogik/Öffentlichkeitsarbeit.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.