Neues Warnsystem für die Trierer Feuerwehr

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Bei einer Gefahrenlage kann die Bevölkerung dank Mowas schnell informiert werden.

Bildquelle: Feuerwehr Trier

Ob Hochwasser, Großbrände, giftige Rauchwolken oder Bombenentschärfungen: Bei solchen Gefahren ist die schnelle Warnung der Bevölkerung von zentraler Bedeutung für den Brand- und Katastrophenschutz. Das satellitengestützte Modulare Warnsystem (Mowas), das ab sofort in der Integrierten Leitstelle bei der Berufsfeuerwehr Trier vorhanden ist, soll genau dies gewährleisten.

Um die Bevölkerung frühzeitig auf drohende Gefahren aufmerksam zu machen, wurde Mowas von Bund und Ländern gemeinsam entwickelt. Seit Juli 2013 wird es für Warnungen des Zivil- und Katastrophenschutzes eingesetzt. Durch Mowas kann ein im Bevölkerungsschutz Verantwortlicher unmittelbar alle in seinem Verantwortungsbereich vorhandenen Alarmierungs- und Warnsysteme zeitgleich auslösen. Gefahrendurchsagen können innerhalb von 30 Sekunden an die Rundfunk- und Fernsehbetreiber sowie an Internetanbieter und Presseagenturen übermittelt werden.

Ab sofort ist Mowas auch bei der Integrierten Leitstelle (Ilst) der Berufsfeuerwehr Trier vorhanden, weitere Auslösestellen gibt es in Mainz und Ludwigshafen. Zum Gebiet der Ilst Trier gehören die Stadt, der Landkreis Trier-Saarburg, der Eifelkreis Bitburg-Prüm, der Landkreis Vulkaneifel und der Landkreis Bernkastel-Wittlich. „Mit diesem System ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Alarmierung und Information der Bevölkerung bei Großschadenslagen getan. Der Bevölkerung können somit zeitnah Verhaltensregeln mitgeteilt werden“, erläutert Feuerwehrchef Herbert Albers-Hain die Bedeutung des Warnsystems.

Bei Gefahren, die ganz Rheinland- Pfalz betreffen können, also etwa Störungen in Kernkraftwerken oder Pandemien, warnt das Land ebenfalls über Mowas. Da über diesen Warnweg laut der Trierer Berufsfeuerwehr aber nie alle Bürger erreicht werden können, werde die Bevölkerung nach Bedarf zusätzlich über Lautsprecherdurchsagen gewarnt.

Ein weiterer wichtiger Kanal, um die Bevölkerung zu warnen, ist „Nina“, die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Sie warnt deutschlandweit, aber auch standortbezogen vor Gefahren, wie etwa Hochwasser und anderen sogenannten „Großschadenslagen“. „Nina“ bietet auch grundlegende Informationen und Notfalltipps im Bereich Bevölkerungsschutz an. Die Warn-App bezieht ihre Daten hauptsächlich von Mowas.

Darüber hinaus enthält die App aktuelle Informationen, beispielsweise vom Deutschen Wetterdienst, sowie aktuelle Pegelstände der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Die App kann kostenlos für die Betriebssysteme iOS (ab Version 7.0) und Android (ab Version 4) genutzt werden.

2 KOMMENTARE

  1. Warum muss Trier immer einen anderen Weg gehen?
    KATWARN ist doch die am meisten verbreitete Warn App.
    Und mit welchen Lautsprechetn denn ? Die meisten neuen Feuerwehrautos in Trier haben diese Einrichtung aus Kostengründen doch gar nicht mehr. Oder wird hier mal wieder teuer nachgerüstet?

  2. “KATWARN ist doch die am meisten verbreitete Warn App.“
    Und vor allen Dingen bundeseinheitlich. Mich wundert ja so was schon lange nicht mehr. Vielleicht ist das ja schon die erste Auswirkung von der geplanten Zusammenarbeit mit den Superstädten des Regiopole. Ähnliche Kaffeefahrtgesellschafft wie das andere, was niemand kennt, außer die Beteiligten selbst (Quattropole).

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