Miezen wieder mit allen Chancen im Kampf um Klassenverbleib

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Für Hannah Sattler ist die Saison nach einem Kreuzbandriss leider beendet

Bildquelle: Trierer Miezen

TRIER. Da war es nur noch einer: Nach Einreichung der Lizenzunterlagen können die Miezen wieder mehr denn je auf den Klassenerhalt in der 2. Liga hoffen.

Nach dem Rückzug der Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern verzichten auch Mainz-Bretzenheim sowie die Füchse Berlin künftig auf Bundesligahandball und reichen keinen Lizenzantrag ein. MJC-Vorstand Jürgen Brech bedauert die Entwicklung im deutschen Frauenhandball, warnt allerdings davor bereits den Klassenerhalt in trockenen Tüchern zu sehen. Bei nur noch einem Absteiger haben es die Moselanerinnen allerdings wieder selbst in der Hand.

Schwarze Stunde für den deutschen Frauenhandball, große Chance für die Trierer Miezen vor dem Auswärtsspiel am Samstag (17 Uhr) in Zwickau: Nach dem Rückzug von Koblenz, Mainz-Bretzenheim und den Füchsen Berlin aufgrund fehlender Sponsoren wird es statt der ursprünglichen vier nur noch einen Absteiger aus der zweiten Liga geben. Mit dem aktuellen 14. Tabellenplatz wären die Moselanerinnen auch in der Spielzeit 2016/2017 zweitklassig. „Freuen kann sich keiner darüber, denn diese Entwicklung stimmt bedenklich“, so MJC-Vorstand Jürgen Brech und ergänzt: „Wir wollen den sportlichen Weg der letzten Partien weitergehen und beweisen, dass wir in diese Liga gehören.“

Genau in die gleiche Kerbe schlägt auch Trainerin Cristina Cabeza, die außerdem davor warnt bereits den Klassenerhalt zu feiern: „Wir sind nach wie vor in Abstiegsgefahr und müssen unsere restlichen Spiele gewinnen. Kirchhof sitzt uns im Nacken. Das einzige was sich an unserer Situation geändert hat, ist das wir es wieder selbst in der Hand haben.“ In der Tat trennen den derzeit einzigen Absteiger aus Nordhessen und die Miezen lediglich zwei Pünktchen, bei noch sieben ausstehenden Begegnungen wahrlich kein beruhigendes Polster.
Und so wollen die Miezen am Samstag (17 Uhr) in Zwickau nachlegen, an die Form der vergangenen Wochen anknüpfen und den vierten Sieg in Folge einfahren. „Wir müssen unsere Leistung abrufen, das Niveau der letzten Spiele auf die Platte bringen, dann können wir auch in Zwickau gewinnen“, ist Cabeza optimistisch. Die Sächsinnen stehen als Zehnter im Niemandsland der Tabelle und spielen nach Platz vier in der Vorsaison auch aufgrund der schwachen Heimbilanz eine durchwachsene Spielzeit. Vor heimischer Kulisse gewann man lediglich drei Spiele, ein Umstand der auch den Moselanerinnen Hoffnung macht.

Verzichten müssen die Miezen in Zwickau auf Hannah Sattler, deren schwere Verletzung gegen Rödertal sich als Kreuzbandriss herausstellte. Für die 22-Jährige ist die Saison damit gelaufen, auch Joline Müllers Einsatz nach Verdacht auf Ermüdungsbruch im Fuß ist fraglich. „Sie hat in dieser Woche mit dem Laufen angefangen, aber wieder Schmerzen verspürt. Wir werden hier kein Risiko eingehen“, so Cabeza, die dennoch zuversichtlich die Reise in den Osten antritt: „Wir müssen aggressiv verteidigen und laufen, dann haben wir gute Chancen.“

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