Knappes 1:2 gegen Hauenstein: Auch eine Niederlage kann Mut machen

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MEHRING. Zwar ging das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SC Hauenstein am Mittwoch Abend mit 1:2 (0:1) verloren, trotzdem konnten sie im Lager des Rheinland-Pfalz/Saar-Oberligisten SV Mehring einiges Positives aus der Partie filtern.

„Das war eine klare Reaktion auf die beiden kämpferisch schwächeren Auftritte zuletzt. Meine Mannschaft hat Herz, Willen und Leidenschaft gezeigt. Am Ende war sogar noch ein Punktgewinn gegen diese starke Hauensteiner Mannschaft drin“, so bilanzierte SVM-Trainer Frank Meeth die 90 intensiven Minuten, die 242 Besucher auf der Lay verfolgt hatten.
„Wir mussten viel investieren. Es war das erwartet schwere Spiel. Bereits in Hauenstein hatten wir uns ja nur knapp mit 1:0 durchsetzen können“, sagte Meeths Gegenüber, der 1990er Weltmeister Jürgen Kohler.

Sein Team ging nach ausgeglichenem Start in der 15. Minute mit 1:0 in Führung. Einen gelungenen Spielzug vollendete Dominic Altmeier allerdings auch mit Hilfe der nicht entschlossen klärenden Mehringer Hintermannschaft und markierte so seinen neunten Saisontreffer.
Die zunächst mit einer eher abwartenden Spielweise in die Partie gestarteten Gastgeber ließen sich davon aber nicht beeindrucken. Auf Linksflanke des starken Kevin Heinz scheiterte Jan Brandscheid aus kürzester Distanz am famos reagierenden Ex-Salmrohrer im Hauensteiner Kasten, Sebastian Grub (17.). Im Nachsetzen war auch Alexander Klein ohne Fortune. Der Tabellenzweite aus dem Wasgau kombinierte zwar immer wieder schnell und war spielerisch besser, der SVM blieb aber gefährlich: In der 33. Minute hatte wiederum Heinz geflankt, diesmal köpfte Marc Willems vorbei. Auf der anderen Seite zeigte sich SVM-Schlussmann Philipp Basquit nach einem Pass in die Tiefe von Altmeier, der Marcel Oehler erreichen sollte, auf dem Posten (41.).

Machtlos war Basquit aber in der 47. Minute: Aus 17 Metern nahm Nico Hillenbrand Maß – und traf genau in den Mehringer Torwinkel. Trotz dieses Rückschlages und dem schlechten Start aus der Winterpause heraus (nur ein Punkt aus drei Spielen) zeigte Mehring Moral und wurde dafür nach gut einer Stunde belohnt. Den in den Strafraum eingedrungenen Brandscheid touchierte Kevin Schwehm von hinten. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte selbst zum 1:2 (62.).
Anschließend probierte die Meeth-Elf alles, hatte Chancen. So musste sich Grub nach einer Flanke von Heinz ganz lang machen, um den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern (76.), forderte man auf Mehringer Seite nach einem rustikalen Einsteigen von Daniel Klueck gegen Willems einen weiteren Elfmeter (77.) – und klärte Riccardo di Piazza nach einem Kopfball von Gjergj Prebreza auf der Linie per Kopf. Hauenstein blieb aber per Konter gefährlich, vergab aber wie im Falle von Lucas Oppermann zu hastig (78.).

„Meine Mannschaft hat aus einer guten Ordnung heraus gespielt. Außerdem konnten wir im vierten Anlauf endlich das erste Tor in diesem Jahr erzielen. Auch das war für die Psyche wichtig. Insgesamt war das die Basis für die kommenden, ganz wichtigen direkten Duelle im Kampf gegen den Abstieg am Samstag in Wirges, dann gegen Elversberg II und Salmrohr, auf das wir Mitte April nach unserem Match in Jägersburg treffen“, meinte Frank Meeth abschließend. Sein Hauensteiner Kollege Kohler sparte nicht mit Lob für die knapp unterlegenen Moselaner: „Mehring spielt einen guten Ball. Sie gehören in die Oberliga. Deshalb wünsche ich Euch den Klassenverbleib.“

Ausblick: Samstag geht’s nach Wirges
Tabellen-17, gegen den 16.: Wenn man bedenkt, dass der Rang-18. aus Zweibrücken den Spielbetrieb in der Winterpause eingestellt hat, ist momentan nicht mehr Kellerderby möglich, wenn die SpVgg Eintracht Glas-Chemie Wirges am Karsamstag, 26. März, 14 Uhr, den SV Mehring auf der Theodor-Heuss-Sportanlage zu Gast hat. Sämtliche fünf Partien verloren die Westerwälder nach der Winterpause, am Dienstag gar mit 0:4 in Gonsenheim. „Am Anfang war Wirges klar besser, ein Doppelschlag Mitte der ersten Hälfte hat das Spiel dann aber in Richtung Gonsenheim gelenkt“, berichtet Frank Meeth. Der SVM-Coach hatte sich auch von diesem kommenden Gegner ein persönliches Bild vor Ort gemacht. Zwei Punkte trennen Wirges und Mehring. „Beide wollen und müssen auch irgendwo bereits gewinnen. Es gilt aber auch, kein Tor zu kassieren. Die taktische Marschroute muss also wohl überlegt sein“, weiß Meeth. Verzichten muss er am Samstag neben dem langzeitverletzten Andreas Hesslein auch auf Domenik Kohl, der sich wohl einer Knie-Operation unterziehen muss. Sebastian Schmitt schied am Mittwoch gegen Hauenstein kurz vor dem Seitenwechsel mit Adduktorenbeschwerden aus. Ob er in Wirges wieder mit von der Partie ist, wird sich wohl erst kurzfristig entscheiden.

Statistik:
SV Mehring – SC Hauenstein 1:2 (0:1)
SV Mehring: Basquit – Diederich, Mees, Petry, Prebreza – Brandscheid, Meyer, Klein, Heinz – Schmitt (44. Jankulica) – Willems.
SC Hauenstein: Grub – Srzentic, Roesner, Klueck, K. Schwehm – Oppermann (85. Jusufi), Di Piazza (83. Henrich), Hillenbrand, Kupper, Oehler (90.+1 Seibel)– Altmeier.
Zuschauer: 242
Schiedsrichter: Tobias Hauer (Bübingen)
Tore: 0:1 Altmeier (15.), 0:2 Hillenbrand (47.), 1:2 Brandscheid (Foulelfmeter, 62.)

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