Bischof weiht heilige Öle – Caritasverband beginnt Jubiläumsjahr

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Bischof Ackermann bei der Weihe der heiligen Öle.

Bildquelle: Bistum Tier

TRIER. Als „Werkzeuge der Nähe Gottes“ hat Bischof Dr. Stephan Ackermann die Menschen bezeichnet, die sich haupt- und ehrenamtlich in der Caritas engagieren. Er würdigte deren Dienst bei der Chrisammesse am 23. März im Trierer Dom. Bei diesem Gottesdienst werden die heiligen Öle geweiht, die für die Spendung der Sakramente wie Taufe, Firmung oder Priesterweihe gebraucht werden. Die heiligen Öle stünden für die wohltuende und heilende Nähe Gottes – im Alltag seien es oft Menschen, die diese erfahrbar machten. Mit der diesjährigen Chrisammesse hat das Jubiläumsjahr des Diözesan-Caritasverbandes begonnen, der am 23. März 1916 vom damaligen Trierer Bischof Michael Felix Korum gegründet wurde.

Nicht nur Jesus selbst bezeichne sich als der Gesalbte; auch alle, die ihm folgen, dürften sich so verstehen, sagte der Bischof und machte mit einem Bild deutlich, wie dieses Selbstbewusstsein der Getauften zu verstehen sei: „Gott rollt uns den roten Teppich aus. Das ist unsere Würde vor Gott und den Menschen.“ Christen schreiben sich diese Würde jedoch nicht selbst zu, führte Ackermann aus. „Diese Würde ist das Geschenk Gottes.“ Dafür stünden die Sakramente, für die die heiligen Öle verwendet würden. Diese Riten seien ein Zeichen Gottes, der damit sage: „Ich sehe dich, du bist mir wertvoll, ich kenne und liebe dich.“ Es sei „Dienst und Aufgabe der Sakramente“ und damit auch derjenigen, die die Sakramente spenden, die Zuwendung Gottes spürbar zu machen.

Ackermann mahnte, ein herausgehobener Platz wie etwa auf dem roten Teppich oder auf einem Bischofsitz bedeute auch, im Dienst am Volk Gottes zu stehen. Die Würde der Christen sei keine Würde auf Kosten anderer oder in Abgrenzung zu anderen, sondern schaffe Aufmerksamkeit für die Würde jedes Menschen, gerade auch, wenn sie bedroht sei. Dort setze der Dienst der Caritas an, betonte Ackermann, und nannte als Beispiel den Einsatz für alte oder kranke Menschen oder in der Flüchtlingsarbeit. Zudem erhebe die Caritas auch eine öffentliche Stimme für die Würde des Menschen.

Nach der Chrisamweihe überreichte der Bischof stellvertretend an einige Repräsentantinnen und Repräsentanten aus den Sozialstationen und den Besuchsdiensten der Pfarreien eine Grußkarte mit einer kleinen Portion Honig darin. Honig sei ein „Zeichen der Verheißung des neues Lebens“, sagte der Bischof. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kirchlichen Sozialstationen und der verschiedenen Besuchsdienste werden diese „Honiggabe“ in den Gemeinden an Menschen verteilen, die zuhause gepflegt werden oder Kontakte über die Besuchsdienste haben. Insgesamt haben 50 Sozialstationen sowie 173 Pfarreien Pakete mit der Honiggabe erhalten, die in den Caritas-Werkstätten für Behinderte in Ulmen produziert worden sind.

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