Beängstigende Heimschwäche – Salmrohr in Not

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Bildquelle: FSV Salmrohr

SALMROHR. Die Salmrohrer Bilanz nach der Winterpause ist ernüchternd. Aus vier Spielen im Jahr 2016 holte der FSV gerade einmal vier Punkte. Ein Schnitt, mit dem der Abstieg mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht abgewendet werden kann. Zudem verschlechterte die 2:4 (1:1)-Niederlage gegen den SV Röchling Völklingen die Heimbilanz weiter. Mit nur zwei Siegen in zwölf Spielen zählt der FSV zu den schwächsten Heimteams der Liga.

Entscheidend für die Niederlage waren gravierende Abwehrschwächen. Bezeichnend dafür war die Entstehung des 0:1. Ein Völklinger Einwurf in Höhe des Strafraums wurde per Kopf auf Lukas Feka verlängert, der völlig ungedeckt am Elfmeterpunkt stand und unhaltbar für Daniel Ternes im FSV-Tor verwandeln konnte.

Mustergültiges Umschaltspiel zeigten die Hausherren dann beim Ausgleich. Timo Heinz fing einen Völklinger Angriff in der eigenen Hälfte ab, lief ein paar Schritte und spielte einen präzisen Pass auf den schnellen Meliani Saim, der seine Gegenspieler stehen ließ und „durch die Hosenträger“ von Gästeschlussmann Sebastian Buhl seinen 7. Saisontreffer erzielte. Von da an bestimmte die Linz-Elf das Geschehen, blieb hinten aber wacklig und konnte trotz der Steigerung in der Offensive keinen weiteren Treffer erzielen.

Nach Wiederanpfiff verpasste Daniel Braun, der sich in den Angriff eingeschaltet hatte, haarscharf eine Flanke von Sebastian Ting, dann schlug es erneut hinter Ternes ein. Ein Salmrohrer Angriff wurde abgefangen, über die linke Abwehrseite spielte sich Völklingen mit zwei Pässen nach vorne, Pascal Steletta nahm das letzte Zuspiel auf und konnte frei verwandeln. Kurz darauf scheitere Timo Heinz mit einem Distanzschuss an Buhl.

In der 66. Minute war der FSV dann wieder auf Kurs. Nach einem Zuspiel von Kohns wurde Sebastian Ting im gegnerischen Strafraum gelegt, Schiedsrichter Peter Klein zeigte zu Recht auf den Punkt. Der kurz zuvor eingewechselte Tim Hartmann verwandelte souverän flach uns untere rechte Eck zum 2:2.

Für Ruhe und Sicherheit sorgte der Ausgleichstreffer allerdings nicht. Nach Ballverlusten offenbarte der FSV große Schwächen im Umschaltspiel. Und so entstand auch das 2:3. Der Völklinger Nico Zimmermann eroberte in der Nähe der Mittellinie den Ball, spielte steil auf Samir Louadj, der das halbhohe Zuspiel sicher annahm und an Ternes vorbei einschoss.

Jetzt ließen einige Akteure bei den Hausherren die Köpfe hängen – kein Wunder angesichts der bisher so enttäuschend verlaufenden Saison. So kritisierte Linz in der Pressekonferenz nach der Partie auch die kämpferische Einstellung. Es war aber wohl eher ein Kopfproblem, dass die Hausherren zu lähmen schien. Nur fünf Minuten nach dem 2:3 fiel dann auch die Entscheidung – als Kopie dieses Tores. Erneuter Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, ein Völklinger Pass in die Spitze und Louadj bezwang Ternes mit einem Heber.

Damit belegt Salmrohr weiterhin einen Abstiegsplatz und könnte nach den Sonntagsspielen weiter an Boden verlieren. In der nun laufenden Englischen Woche müssen die Salmtaler zunächst beim TSV Schott Mainz (Dienstag, 19.30 Uhr) und am kommenden Samstag (15.30 Uhr) zuhause gegen Hertha Wiesbach antreten – zwei richtungweisende Partien.

FSV Salmrohr: Daniel Ternes – Michael Kohns, Pascal Meschak, Daniel Schraps, Daniel Braun – Daniel Bartsch, Timo Heinz – Meliani Saim, Sebastian Ting, Ricardo Couto Pinto (58. Tim Hartmann) – Fabian Helbig (58. Ekene Anthony Ozoh)

Tore: 0:1 (11.) Lukas Feka, 1:1 (22.) Meliani Saim, 1:2 (51.) Pascal Steletta , 2:2 (66.) Tim Hartmann (Foulelfmeter), 2:3, 2:4 (74./79.) Samir Louadj

Schiedsrichter: Peter Klein (Guldental) – Zuschauer: 208

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