SV Mehring empfängt TSG Peddersheim zu

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MEHRING. Der 22. Spieltag der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar führt den SV Mehring und die TSG Pfeddersheim zusammen. Die Partie zwischen dem Tabellenelften und dem Siebten aus dem Wormser Vorort – sieben Punkte sind beide Teams aktuell voneinander entfernt – wird am Samstag, 12. März, um 16 Uhr, auf der Lay angepfiffen.

Die Lage: Nach dem 0:0 im ersten Match nach der Winterpause gegen den FC Karbach überbrückte der SV Mehring das vergangene, bedingt durch den Rückzug des SVN Zweibrücken spielfreie Wochenende mit einem Test gegen die Sportvereinigung Burgbrohl, deren Partie beim FK 03 Pirmasens II ausgefallen war. „Es war wichtig, im Rhythmus zu bleiben“, betont Trainer Frank Meeth. Marc Willems, der im 2016er Auftaktspiel verletzt war, und der seinerzeit aus beruflichen Gründen unpässliche Johannes Diederich konnten beim 4:3 gegen Ligakonkurrent Burgbrohl zudem Spielpraxis sammeln. „Gegen Karbach hat uns die Durchschlagskraft in der Offensive gefehlt. Auch von daher waren der Test am vergangenen Sonntag und die vier Tore von hoher Bedeutung“, so der Mehringer Übungsleiter weiter. Auch im Training während der Woche hätten sich seine Schützlinge treffsicher gezeigt, berichtet Meeth zufrieden. Die TSG Pfeddersheim beobachtete er beim 1:0 im ersten Spiel nach der Winterpause in Burgbrohl. Hier bauten die Rheinhessen ihre Positivserie auf 13 Punkte aus fünf ungeschlagenen Partien aus. Was folgte, war am vergangenen Samstag ein 1:2 gegen ersatzgeschwächte Gonsenheimer. „Das hätte ich kaum für möglich gehalten“, gibt Meeth zu. Die Pfeddersheimer Achse um Torwartroutinier Thorsten Müller, Abwehrchef Steffen Litzel, Kapitän Tobias Klotz im Mittelfeld und die Offensivkräfte Kevin Gotel und Andreas Buch stehe für „jede Menge Qualität“, betont der Mehringer Coach.

Der 22-jährige Buch ging in der vergangenen Saison noch für den siebtklassigen Landesligisten VfR Grünstadt auf Torejagd – und schlug bei der TSG mit bislang elf Treffern voll ein. Im Hinspiel kassierte der SV Mehring beim 0:1 die erste Saisonniederlage. „Damals hatten wir gefühlt 20 Freistöße in Strafraumnähe, konnten aber kein Kapital daraus schlagen“, erinnert sich Meeth. Überragend sei man immer noch nicht bei Standards, aber „weiter als in der Hinrunde“, ist der Trainer der Blau-Weißen überzeugt.

Personal: Sehr fraglich ist für Samstag die Einsatzfähigkeit von Domenik Kohl, dem erneut Knieprobleme zu schaffen machen. Ebenfalls wegen Kniebeschwerden musste Matija Jankulica zuletzt kürzer treten, dürfte am Wochenende aber genauso wieder zur Verfügung stehen, wie Marcel Selmane, der sich aber nach Angaben von Frank Meeth demnächst einer Augen-Operation unterziehen muss. Noch länger fällt der am Fuß verletzte Andreas Hesslein aus.

Der Gegner: „Es hat die Mannschaft gewonnen, die mehr Wille, mehr Leidenschaft gezeigt hat; die mehr eine Mannschaft war“, resümierte Trainer Norbert Hess nach dem jüngsten 1:2 gegen Gonsenheim. Kurios: Sämtliche drei Treffer gegen die Mainzer erzielte in dieser Saison – Keeper Thorsten Müller, der sich jeweils einmal mehr als Elfmeterschütze zielsicher zeigte. Ansonsten strahlte die TSG indes zu wenig Torgefahr aus…

Auf die Offensivkünste des Torwartroutiniers müssen die Pfeddersheimer in der kommenden Saison jedoch verzichten: Das 40-jährige Urgestein zwischen den Pfosten will nach der Runde seine lange Laufbahn beenden. Bei der Personalplanung für die kommende Spielzeit sieht sich Hess – Trainer und sportlicher Leiter bei den Wormser Vorstädtern in Personalunion – unterdessen auf gutem Weg. Dass elf Akteure bereits ihr Bleiben signalisierten, wertet er positiv. Der inzwischen 49-jährige Hess kam nach seiner Co-Trainer-Zeit bei Lokalrivale Wormatia Worms 2009 zur TSG – und zeichnete mitverantwortlich für einen neuerlichen Aufschwung, nachdem der Klub bereits Mitte der neunziger Jahre von sich reden machte und ums Haar in die damals noch drittklassige Regionalliga aufgestiegen wäre. Nach einem Sturz bis hinunter in die Bezirksliga klappte es 2012 dann mit dem Aufstieg in Liga fünf. Hier steigerte sich die TSG Schritt für Schritt; nach den Positionen elf und sieben sprang 2014/15 sogar Platz drei heraus.

Schiedsrichter: 23. Mann ist am Samstag Julian Marx aus Merchweiler im Saarland. Ihm assistieren Christian Ahr (Jägersburg) und Frank Jacob (Heiligenwald).

Bilanz gegeneinander: Fünf Mal trafen Mannschaften beider Klubs bis dato aufeinander, drei Mal behielt die TSG die Oberhand, zwei Spiele gingen remis aus: Im ersten Aufeinandertreffen am 11. November 2012 gewann Pfeddersheim mit 2:1 auf der Lay, das Rückspiel endete 3:0 für die Wormser Vorortler. In der 2013/14er Saison gab es in Mehring ein 0:0, in der Fremde erzielte man ein 2:2. Im Hinspiel verlor der Aufsteiger von der Mosel mit 0:1.

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