Über 47 Millionen Euro für Kunst- und Kulturprojekte

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Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz Malu Dreyer.

Bildquelle: Staatskanzlei

MAINZ. Die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung wurden 1.200 Projekte mit mehr als 47 Millionen Euro unterstützt und zusätzlich 470 Stipendien in den Bereichen Literatur und Bildende Kunst vergeben. Um die freie Entfaltung von Kunst und Kultur in Rheinland-Pfalz zu fördern, wurde die Kulturstiftung des Landes 1991 gegründet.

„Rheinland-Pfalz ist reich an Kultur und an Menschen, die für diese Kultur leben und sich engagieren. Die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur sichert die Vielfalt der Kulturszene in unserem Land seit einem Vierteljahrhundert, fördert junge Kunst, pflegt das kulturelle Erbe und unterstützt die grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit. Die Bandbreite ihrer Möglichkeiten ist enorm“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Mit der Gründung der Landesstiftung habe die Landesregierung ein Instrumentarium für eine verlässliche und vorausschaubare Kulturförderung geschaffen.

„Überall in Rheinland-Pfalz sind Einrichtungen, Veranstaltungen und Projekte zu erleben, die es in dieser Form ohne die Kulturstiftung nicht gäbe“, betonte Kulturministerin Vera Reiß. Die aus den Erträgen des Stammkapitals geförderten Vorhaben gehörten dabei zu den unterschiedlichsten Sparten – von der Bildenden und Darstellenden Kunst, dem Film und der Literatur, bis hin zu Musik, Soziokultur, Theater oder Denkmalpflege. „Jahr für Jahr werden kleine und große, historische und moderne, außergewöhnliche und allesamt bedeutende Projekte in den Zentren und auf dem Land gefördert und tragen so zur Bereicherung und zum Erhalt einer vielfältigen Kulturlandschaft in Rheinland-Pfalz bei“, so die Kulturministerin.

Durch die Projektförderung der Kulturstiftung Rheinland-Pfalz wurde beispielsweise Edgar Reitz‘ Heimat-Trilogie maßgeblich unterstützt und der Ankauf des Nachlasses von Max Slevogt ermöglicht. Auch erfolgreiche Ausstellungsprojekte wie „Hexen“ im Historischen Museum der Pfalz Speyer 2009 oder „Konstantin der Große“ 2007 in Trier haben von der Stiftung profitiert.

Die Kulturstiftung finanziert auch wesentlich den Kultursommer Rheinland-Pfalz, der insbesondere die kulturellen Angebote der Freien Szene und kommunaler Antragsteller unterstützt. Zudem unterhält die Stiftung zwei international anerkannte Künstlerhäuser – Schloss Balmoral in Bad Ems und das Künstlerhaus Edenkoben. Durch die hier vergebenen Stipendien biete sie bildenden Künstlerinnen und Künstlern inspirierende Arbeits- und Austauschmöglichkeiten. Daneben haben das Kabarettarchiv mit jährlich durchschnittlich 130.000 Euro, das Arp Museum bis 2015 mit jährlich rund 500.000 Euro und das rheinland-pfälzische Schultheater mit insgesamt 400.000 Euro durch institutionelle Förderungen profitiert.

„Die Stiftung fördert die Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger am Kulturleben. Sie greift Veränderungen in der Kultur und der Kulturpolitik auf und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Das war in den vergangenen 25 Jahren so und soll künftig so bleiben“, so Ministerpräsidentin und Ministerin unisono.
Die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur wurde 1991 als rechtsfähige Stiftung öffentlichen Rechts gegründet. Sie ist eine vom Landeshaushalt unabhängige Einrichtung. Das Stammkapital, das ursprünglich durch die Auflösung von Landesbeteiligungen gebildet wurde, ist auf 94 Millionen Euro angewachsen. Über grundsätzliche Angelegenheiten der Stiftung entscheidet der Vorstand, der von einem Kuratorium unter Vorsitz von Kulturministerin Vera Reiß beraten wird.

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