Israel ist wichtiger Partner von Rheinland-Pfalz

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Botschafter Yakov Hadas-Handelsman bei der Unterzeichnung der Bildungskooperation.

Bildquelle: Staatskanzlei RLP / Pipprich

MAINZ. „Rheinland-Pfalz verbindet eine enge Partnerschaft mit Israel. Wir möchten daher die Beziehungen im Bildungsbereich weiter intensivieren und künftig enger in der schulischen Bildung, dem Schüler- und Studierendenaustausch, bei der Lehrkräftefortbildung sowie in der Gedenkstättenpädagogik zusammenarbeiten.“ Dies sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Unterzeichnung einer Bildungskooperation zwischen Israel und Rheinland-Pfalz mit dem Botschafter des Staates Israel, Yakov Hadas-Handelsman.

Bei der Unterzeichnung in der Staatskanzlei unterstrich die Ministerpräsidentin die Bedeutung der israelisch-deutschen Partnerschaft. „Die gesicherte Existenz Israels ist Teil unseres deutschen Selbstverständnisses. Dazu bekenne ich mich in aller Deutlichkeit. Die rheinland-pfälzische Landesregierung steht für eine gelebte Freundschaft mit Israel. Deshalb ist es uns wichtig, Israel und den Nahen Osten auch wissenschaftlich zu betrachten und Informationen auszutauschen.“ Bereits heute gebe es eine rege Zusammenarbeit in unterschiedlichen Bereichen. So finanziere die Landesregierung beispielsweise eine W-2-Professur „Israel / Nahost“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Diese sei im Fachbereich Soziologie angesiedelt und werde im Herbst ihre Arbeit aufnehmen. Außerdem würden Mittel für Stipendien und den regelmäßigen Austausch von Lehrenden und für Konferenzen zur Verfügung gestellt.

Besonders wichtig sei es, junge Menschen in den Dialog einzubinden, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Es stimmt hoffnungsvoll, wenn sich junge Menschen mit der deutsch-jüdischen Vergangenheit und den israelisch-arabischen Problemen der Gegenwart auseinandersetzen. Gerade das Kennenlernen der unterschiedlichen Sichtweisen ist eine gute Basis für ein besseres gegenseitiges Verstehen.“ Seit vielen Jahren leiste in diesem Zusammenhang die Bildungs- und Begegnungsstätte „Givat Haviva“ einen unverzichtbaren Beitrag zur jüdisch-arabischen Verständigungsarbeit. Sie bilde seit ihrer Gründung 1949 einen Gegenpol zu Hass und Gewalt, setze sich für Pluralismus, Demokratie und Frieden ein. Deshalb fördere Rheinland-Pfalz die Friedensarbeit mit jährlich 100.000 Euro aus Landesmitteln.

In ganz Rheinland-Pfalz fänden sich vielfältige kulturelle jüdische Spuren. Um das einzigartige jüdische Erbe der Städte Speyer, Worms und Mainz noch stärker öffentlich herauszustellen und auch überregional und weltweit bekannter zu machen, sei daher der Verein „SchUM-Städte Speyer, Worms, Mainz“ gegründet worden. „Der SchUM-Verein schlägt eine Brücke vom Gestern ins Heute und Morgen und ist ein wichtiger Beitrag für das heutige jüdische Leben in unserem Land. Die gemeinsame Arbeit am Welterbeantrag bei der UNESCO wird dieses Sichtbar-Machen ganz wesentlich befördern“, sagte die Ministerpräsidentin.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer versicherte, auch in Zukunft die Zusammenarbeit zwischen Rheinland-Pfalz und Israel weiter ausbauen zu wollen und betonte, dass die unterzeichnete Kooperation dabei ein wichtiger Schritt sei.

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