Senioren-Wohngemeinschaft: Selbstbestimmt leben im gewohnten Umfeld

0
Symbolfoto

Bildquelle: pixabay

RLP.Selbstbestimmt leben im gewohnten sozialen Umfeld – das ist der Grundgedanke für die Senioren-Wohngemeinschaft in Merkelbach, deren Aufbau vom Landesprojekt „WohnPunkt RLP“ begleitet wurde.

Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler nahm an der Eröffnung von „Marjanns Haus“ teil und betonte die Vorbildfunktion des Projektes für ländliche Regionen in Rheinland-Pfalz. „Gerade in kleinen Dörfern sind Wohn-Pflege-Gemeinschaften das Thema der Zukunft. Sie eröffnen ihren Bewohnerinnen und Bewohnern eine gute Perspektive. Sie können in ihrem Dorf, nahe bei Angehörigen, Freunden und Nachbarn wohnen bleiben, auch wenn der Unterstützungsbedarf hoch ist.“

In „Marjanns Haus“ können bis zu acht ältere Menschen zusammen in einem umgebauten Bauernhaus leben und ihren Alltag selbstbestimmt gestalten. Jeder hat ein eigenes Zimmer mit Bad. In der Wohnküche und im Garten bietet sich ausreichend Raum für einen gemeinsamen Alltag. Unterstützend können die Bewohnerinnen und Bewohner auf ein Netz ehrenamtlicher und professioneller Hilfsangebote zurückgreifen.

„Ziel der Landesregierung ist es, dass mehr solcher Wohn-Pflege-Gemeinschaften im Land entstehen“, so Bätzing-Lichtenthäler. Dafür sei das Landesprojekt „WohnPunkt RLP“ bei der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) eingerichtet worden, das gezielt kleine ländliche Gemeinden beim Aufbau von Wohn-Pflege-Gemeinschaften begleitet. In Merkelbach unterstützte „WohnPunkt RLP“ seit Herbst 2014 unter anderem die Entwicklung des Bewohnerkonzepts und die Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Darüber hinaus organisierte „WohnPunkt RLP“ Bürgertreffen und informierte über spezielle Förderangebote für Wohn-Pflege-Gemeinschaften. Der Umbau konnte mit Zuschüssen aus der Dorferneuerung, aus dem LEADER-Ansatz und einem Darlehen der Investitions- und Strukturbank aus dem Programm zur Förderung von Wohngruppen finanziell unterstützt werden.

Ministerin Bätzing-Lichtenthäler danke der Ortsgemeinde Merkelbach und allen Engagierten für ihren Einsatz. „Ich freue mich sehr, dass wir dieses Projekt durch ‚WohnPunkt RLP‘ begleiten und mit voranbringen konnten. Über die Wohn-Pflege-Gemeinschaft hinaus entsteht hier ein Netzwerk an nachbarschaftlichen und professionellen Hilfen, von denen das ganze Dorf profitieren wird. Das ist beispielgebend“, so die Ministerin. „WohnPunkt RLP“ zeige: Konzepte des neuen Wohnens umzusetzen braucht Bürgerbeteiligung, Planung und Erfahrung. Gute Moderation, Öffentlichkeitsarbeit und Projektbegleitung seien daher für den Erfolg solcher Projekte enorm wichtig.

Aufgrund der positiven Erfahrungen setzt sich Ministerin Bätzing-Lichtenthäler dafür ein, dass es in der nächsten Legislaturperiode ein Förderangebot zur Moderation und Projektbegleitung gibt. Dieses Angebot richtet sich dann auch an gemeinschaftliche Wohnprojekte, Wohnen mit Versorgungssicherheit und Generationenwohnprojekte in größeren Kommunen.

Hintergrund:
WohnPunkt RLP wird vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie als Teilprojekt des Zukunftsprogramms „Gesundheit und Pflege 2020“ finanziert. Träger des Projekts ist die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG). WohnPunkt RLP nahm 2014 fünf und 2015 zehn Modellkommunen auf. Für 2016 wurden weitere fünf Kommunen ausgewählt; diese werden am 3. März 2016 bei einer Auftaktveranstaltung in Mainz bekannt gegeben. Weitere Informationen auf www.wohnen-wie-ich-will.rlp.de und www.wohnpunkt-rlp.de/

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.