Urteil gegen mutmaßlichen Vergewaltiger aufgehoben

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Symbolbild

Bildquelle: Torben Wengert/pixelio.de

TRIER. Der Bundesgerichtshof hat auf die Revision des Angeklagten hin das Urteil des Landgerichts Trier vom 30.04.2015 mit den Feststellungen aufgehoben und die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung an eine andere Strafkammer des Landgerichts Trier zurückverwiesen.

Der Bundesgerichtshof monierte, dass zwei Personen nicht als Zeugen vernommen wurden. Beide waren von dem Angeklagten für die Frage der Glaubhaftigkeit der Aussage seiner Ehefrau benannt worden.

Die 3. Große Strafkammer des Landgerichts hatte den Angeklagten wegen schwerer Vergewaltigung in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Ihm wurde zur Last gelegt, bei zwei Gelegenheiten im Jahre 2008 seine damalige Ehefrau unter Vorhalt einer zumindest täuschend echt aussehenden Schusswaffe dazu gebracht zu haben, mit ihm den ungeschützten vaginalen Geschlechtsverkehr zu vollziehen.

Dabei war für den Angeklagten erkennbar, dass seine Frau den Sexualakt nur unter dem Eindruck dieser Waffe, die er zu Beginn der Tat demonstrativ auf dem Nachttisch in seiner unmittelbaren Reichweite platzierte, unfreiwillig über sich ergehen ließ.

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