Unfallstatistik: Deutlicher Anstieg registrierter Verkehrsunfälle in Trier

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Symbolbild

Bildquelle: pixelio.de/Uwe Schlick

TRIER.Das Polizeipräsidium Trier hat heute die Verkehrsunfallbilanzen für das Jahr 2015 veröffentlicht.

Zusammenfassend lässt sich zur Entwicklung der Verkehrsunfälle feststellen:

– Deutlicher Anstieg der registrierten Verkehrsunfälle
– Anzahl der Verkehrstoten gestiegen
– Anstieg der motorisierten Zweiradunfälle mit Getöteten
– Anstieg der Verkehrsunfälle mit Verletzten
– Anstieg der Verkehrsunfälle unter Beteiligung der Risikogruppe „Junge Fahrer“
– Anstieg der Verkehrsunfälle unter Beteiligung der Risikogrup- pe „Senioren“
– Anstieg der Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss
– Deutlicher Anstieg der Wildunfälle
– Weniger Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss
– Weniger Verkehrsunfälle mit Kinderbeteiligung

Im Einzelnen:
Im Jahr 2015 nahmen die Beamten der Polizeiinspektion (PI) Trier insgesamt 4314 Verkehrsunfälle auf (4244 im Jahr 2014). Bei 493 Verkehrsunfällen wurden insgesamt 636 Menschen verletzt, davon 105 schwer und 531 leicht. Das sind 42 Verletzte mehr als im Jahr 2014.

Zu den Hauptunfallursachen zählte erneut das Nichteinhalten des Sicherheitsabstandes. Aus diesem Grund ereigneten sich 1952 Verkehrsunfälle (45 Prozent aller aufgenommenen Verkehrsunfälle). Weiter gehören Fehler beim Abbiegen, Wenden und rückwärts fahren sowie falsches Einfahren in den fließenden Verkehr zu den Hauptursachen von Verkehrsunfällen, die sich in Trier ereigneten. Alleine 1046 Verkehrsunfälle waren auf diese Ursachen zurück zu führen.

Die Nichtbeachtung der Vorfahrt führte in 285 Fällen zum Verkehrsunfall. Bei diesen Unfällen kamen 104 Menschen zu Schaden. Weitere Unfallursachen waren Fehler durch unangepasste Geschwindigkeit. Im vergangenen Jahr wurden alleine 201 solcher Unfälle aufgenommen.

Bei 33 Unfällen waren Kinder beteiligt (2014 – 51 Unfälle). Hierbei wurden 30 Kinder verletzt. Alleine vierzehn Kinder wurden verletzt, weil sie als Mitfahrer in einem Fahrzeug saßen, das in einen Verkehrsunfall verwickelt war. Weiter wurden noch sechs Kinder als Fußgänger und elf als Radfahrer verletzt.

Angestiegen ist auch die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Fahrradfahrern. An 151 Unfällen waren Fahrradfahrer beteiligt. Dies sind 31 Verkehrsunfälle mehr als in 2014. Bei 84 dieser Unfälle waren die Fahrradfahrer auch Unfallverursacher! Dies ist umso bedenklicher, als bei Zusammenstößen zwischen Fahrrad und PKW der Fahrradfahrer meist verletzt wird. Die Hauptunfallursachen in diesem Bereich sind die Benutzung falscher Fahrbahnteile, wie z.B. Gehwege oder Fußgängerüberwege und das falsche Einfahren in den fließenden Verkehr z.B. aus Grundstückseinfahrten.

Leicht angestiegen ist auch die Zahl der Unfälle, an denen junge Fahrer im Alter von 18 – 24 Jahren beteiligt waren. 1086 Mal rückten die Beamten der Polizeiinspektion Trier zu solchen Verkehrsunfällen aus. Dies entspricht einer Zunahme von 40 Unfällen. Hierbei wurden 159 Personen verletzt. Hauptunfallursachen waren ungenügender Sicherheitsabstand, unangepasste Geschwindigkeit und Vorfahrtsmissachtung.

Insgesamt waren bei 85 Verkehrsunfällen Alkohol, Drogen oder Medikamenteneinfluss die Hauptunfallursache. Dies entspricht etwa 1,9 % des Gesamtunfallaufkommens.

Seit Jahren setzt die Polizeiinspektion Trier sowohl auf die Prävention als auch auf die regelmäßige Durchführung entsprechender Verkehrskontrollen. Im letzten Jahr wurden 452 Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Fahrens unter Alkohol- oder Drogeneinwirkung eingeleitet. 131 Mal konnten die Beamten gerade noch rechtzeitig eine Trunkenheitsfahrt verhindern und Fahrzeugschlüssel bzw. Führerscheine sicherstellen.
Im Bereich der Drogenprävention wurden an den Schulen 18 Präventionsveranstaltungen durchgeführt. Dabei konnten 515 Schüler oder Auszubildende über die Gefahren von Drogen und Alkohol im Straßenverkehr informiert werden.

Im vergangenen Jahr waren 60 Fußgänger an Verkehrsunfällen unmittelbar beteiligt. Neunzehn Fußgänger wurden schwer und vier leicht verletzt. An 769 Unfällen waren Senioren, d.h. Verkehrsteilnehmer im Alter von 65 Jahren oder älter beteiligt. Das sind 17 Prozent aller Verkehrsunfälle. In 364 dieser Fälle waren die Personen über 75 Jahre alt. Insgesamt wurden 59 Senioren verletzt.

Im Bereich der Verkehrsunfallfluchten ist die Zahl von 951 im Jahr 2014 auf 986 in 2015 gestiegen. Die Aufklärungsquote liegt hier bei guten 48 Proz

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