Konjunkturausblick 2016 – Binnennachfrage kurbelt Wirtschaft an

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Bildquelle: IHK

MAINZ. Von einem globalen Wirtschaftswachstum von rund drei Prozent und von einem dem Vorjahr vergleichbaren Wachstum in Deutschland geht Stefan Schneider, Chief International Economist und Head of Macro Trends bei Deutsche Bank Research, aus.

„Deutschland dürfte dank seiner robusten Binnenkonjunktur sogar etwas stärker als in 2015 (1,7%) wachsen. Allerdings überwiegen bei diesen Prognosen eindeutig die Abwärtsrisiken.“ Dabei spielten neben der chinesischen Wirtschaft und der Geldpolitik die politischen Entwicklungen in Europa eine wichtige Rolle. Die Weltwirtschaft sei noch lange nicht über dem Berg: „Die jüngsten Einbrüche an den globalen Finanzmärkten und der Rückgang des Ölpreises zeigen dies“.

Beim Konjunkturausblick 2016, einer gemeinsamen Veranstaltung der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e. V., der Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH, des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) und der Deutsche Bank AG, ging es um weltweite konjunkturelle Erwartungen. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl in Rheinland-Pfalz waren auch Prognosen zur Landespolitik Thema.

Professor Thorsten Faas vom Institut für Politikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz blickte auf die am 13. März 2016 anstehende Wahl: „War das Wahlverhalten der Bundesbürger lange Zeit durch Stabilität gekennzeichnet, so verändert sich seit einiger Zeit der wahlpolitische Prozess.“ Abnehmende Wahlfreude, zunehmende Wankelmütigkeit und eine Verlagerung der individuellen Wahlentscheidung bis spät in den Wahlkampf hinein seien Kennzeichen des heutigen Wahlverhaltens, so Professor Faas. Der Wahlkampf bliebe also spannend bis zum Schluss.
Zum Konjunkturausblick 2016 waren 320 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft nach Ingelheim gekommen. Gastgeber Stefan Rinn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH und Vorstandsmitglied der ZIRP freute sich über den Zuspruch. Bereits zum fünften Mal bot das Pharmaunternehmen den Rahmen für die Vorschau auf das globale konjunkturelle Geschehen.

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