Wolfgang Kubicki besucht Hering- Essen im Hunsrück

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Bildquelle: Frank Klein

LAUTZENHAUSEN. Am Ascherdonnerstag besuchte der norddeutsche Wolfgang Kubicki die Frei- Demokraten auf der Bohrinsel, die zum Heringsessen eingeladen hatten. Trotz kurzer Vorlaufzeit haben sich viele Parteifreunde und Interessierte in Lautzenhausen eingefunden, um den Ausführungen Kubicki’s zu folgen und die Fastenzeit mit eingelegten Hering und Matjes einzuläuten. Es war auch eine Unterstützung für die regionalen Kandidaten Frank Klein (Bernkastel-Kues ,Kirchberg, Morbach) und Marco Weber (DAU), der auf Listenplatz 4 aussichtsreicher Kandidat für den Landtag in Rheinland- Pfalz ist.

Kubicki beleuchtete intensiv die aktuelle Flüchtlingskrise. Seit Beginn hätten sich viele Menschen ehrenamtlich engagiert. Es dürfe jedoch nicht sein, dass unsere Helfer dazu aufgefordert werden, sich anderen Kulturen anzupassen. „Wer unsere Hilfe suche, müsse sich unseren Bedingungen und Gepflogenheiten anpassen.“ Er brachte Beispiele aus seiner Schleswig- Holsteinischen Heimat, wo in der Flüchtlingshilfe engagierten Frauen, eine verschleiernde Kopfbedeckung verordnet wurde. Wer nicht von einer Frau bedient werden wolle, sollte nicht noch unterstützt werden in seiner überkommenen Haltung. „Unsere Werte und Grundrechte seien unverhandelbar und für alle gleichermaßen gültig“, so der Frei- Demokrat.

Angela Merkel empfahl er, endlich zuzugeben, dass die Kapazitäten erreicht seien. Als Vorbild könne die schwedische Außenministerin Wallström dienen, die unter Tränen die Beendigung der Aufnahme ihres Landes verkündet hatte. Diese Bilder seien starke Symbole, die die Völkerwanderung eindämmen helfe.

Die Frei- Demokraten sprechen sich dafür aus, dass in der jetzigen Situation nicht das Asylgesetz angewandt werden solle, sondern die EU- Flüchtlingshilfe. „Es sind Menschen auf der Flucht. Sie flüchten vor Krieg und Zerstörung. Sie seien aber in den seltensten Fällen politisch, religiös oder sexuell Verfolgte- also jene Minderheiten, für die unser Asylrecht gedacht sei.“ Unsere Antwort auf das Problem sei zu kompliziert, langwierig und nicht lösungsorientiert. Die Menschen brauchten eine Bleibe und kehren bei Befriedung ihres Landes dorthin zurück. Er freue sich, dass der liberale Vorschlag immer mehr Freunde auch in anderen Parteien finde.

Es brauche vielmehr ein Einwanderungsgesetz. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und der demografischen Entwicklung sollte Deutschland das bereits 1997 von Peter Caesar, dem ehem. rheinland-pfälzischen Justizminister aus Idar- Oberstein, eingebrachte Gesetz wieder reanimieren. Damals sei es durch ein Veto im Bundesrat gescheitert.

In der anschließenden Fragerunde wurde die griechische Staatsverschuldung angesprochen. Hier warb Kubicki dafür, dass Problem nicht mit Parolen zu lösen, sondern den Menschen durch Organisation- und Planungs- Transfer zu helfen. Die Griechen brauchten mehr Struktur, als Ratschläge und Besserwisserei.

„Wir glauben an Europa und nicht an einen Rückfall in Nationalstaaten; wir glauben an jeden Einzelnen und nicht an eine dumpfe „Volksgemeinschaft“; wir wünschen uns Freiheit und Rechtstaatlichkeit; wir möchten den Menschen groß machen. Die FDP ist somit der genaue Gegenentwurf zur AfD.“, schloß Kubicki seine Rede.

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