Tanzen und Trommeln gegen Gewalt an Frauen

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Bildquelle: Interventionsstelle Trier

TRIER.„Für eine gewaltfreie und gerechte Welt für Frauen“ lautet die Forderung, die hinter der heutigen weltweiten Aktion stand. Vor der Porta Nigra in Trier beteiligten sich am Nachmittag rund 130 Personen, hauptsächlich Frauen, am weltweiten Aktionstag „One billion rising“. Auch einige Männer nahmen teil und unterstützen v.a. mit Trommelmusik die Tanzenden.

„One billion“, also eine Milliarde, Frauen weltweit wurden bereits Opfer von Gewalt – jede dritte Frau wurde geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen, vergewaltigt oder in anderer Form misshandelt. One billion meint aber auch eine Milliarde Frauen, die sich gemeinsam erheben. In einem Akt weltweiter Solidarität setzen sie tanzend ein Zeichen und weigern sich, Gewalt gegen Mädchen und Frauen als gegeben hinzunehmen.

Eine Mitarbeiterin der Interventionsstelle Trier ergänzt: „In der Beratungsarbeit zeigt sich, dass auch in Deutschland Gewalt gegen Frauen zu Hause oder im öffentlichen Raum in allen gesellschaftlichen Zusammenhängen vorkommt. Ein Eintreten dagegen wie mit politischen und juristischen Initiativen oder auch durch couragiertes Hinschauen, Nachfragen und Unterstützen von Betroffenen im persönlichen Umfeld ist weiterhin nötig.“

In Trier organisierten das Frauenhaus Trier, der Frauennotruf Trier, die Interventionsstelle Trier, Terre de femmes und die städtische Frauenbeauftragte gemeinsam mit weiteren UnterstützerInnen die Aktion, die seit einigen Jahren immer zum 14. Februar stattfindet.

„Wir sind heute mit Spaß und guter Laune für die Durchsetzung von Frauenrechten eingetreten und haben viele positive Rückmeldungen von Teilnehmerinnen bekommen“ zeigten sich die Initiatorinnen zufrieden mit dem Verlauf der Aktion. Eine Wiederholung im nächsten Jahr sei geplant

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