„Trier an der Kapazitätsgrenze“ – Stadtvorstand zum angekündigten Ankunftszentrum

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Bildquelle: Lisa Bergmann

TRIER. Der Stadtvorstand hat die avisierte Inbetriebnahme eines Ankunftszentrums für Asylsuchende in Trier durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BaMF), das in dieser Angelegenheit aktuell in Verhandlungen mit der Landesregierung steht, zur Kenntnis genommen. 

Er sieht die Stadt Trier angesichts der bereits in Trier bestehenden Erstaufnahmeeinrichtungen, der damit einhergehenden Zuweisungen sowie der Zuweisungen von unbegleiteten minderjährigen Ausländern an der Kapazitätsgrenze und geht daher davon aus, dass es mit der Inbetriebnahme des Ankunftszentrums in Trier keine Erhöhung der Unterkunftskapazität geben wird.

„Die Inbetriebnahme des Ankunftszentrums am Standort Petrisberg trägt der Stadtvorstand daher als Übergangslösung, obwohl verkehrstechnisch und städtebaulich problematisch, zwangsläufig mit“, so Baudezernent Andreas Ludwig.

„Aus sozialpolitischen Gründen positioniert sich der Stadtvorstand aber eindeutig für eine Lösung mit mehreren dezentralen Standorten in Rheinland-Pfalz, so dass nicht alle Rheinland-Pfalz zugewiesenen Flüchtlinge in Trier registriert würden“, ergänzt Sozialdezernentin Angelika Birk. Der Stadtvorstand geht davon aus, dass er an der Entscheidung des endgültigen Trierer Standortes, der als Neubau in der Dasbachstraße vorgesehen ist, beteiligt wird.

3 KOMMENTARE

  1. Eigentlich gehören Einreisende an der Aussengrenze des Schengenraums kontrolliert und registriert.
    Planungen für Ankunftzentren im Inland setzen ein falsches Zeichen. Besser würde man dafür die Kapazität von Abschiebezentren erhöhen.

  2. Jede Wette, dass der endgülitge Standort der Petrisberg bleibt. Neubau? Das dauert doch ewig bis das in der Dasbachstraße umgesetzt wäre, dann lieber oben auf dem Berg bleiben.
    Wieder mehr Verkehr. Wann kommt endlich eine Entlastung für die Höhenstadtteile? Der Verkehr kollabiert bald. Und das Burgunderviertel kommt (irgendwann) noch hinzu. Traumhaft.

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