„Landwirtschaft und gutes Essen muss uns etwas wert sein“

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Bildquelle: pixabay

BITBURG. Ernährungsministern Ulrike Höfken hat beim Vieh- und Fleischtag in Bitburg für mehr Wertschätzung für Lebensmittel geworben. „Landwirtschaft und gutes Essen muss uns etwas wert sein. Die Ernährung ist nicht nur wichtig für Fitness und Gesundheit, sondern auch für unsere Umwelt, das Klima und den Tierschutz. Wir unterstützen unsere heimische Landwirtschaft, wenn wir ihre wertvollen Produkte zu angemessenen Preisen kaufen“, sagte Höfken am Donnerstag im Hinblick auf die Debatte über den Fleischkonsum in Deutschland zum Beginn der Fastenzeit.

„Angesichts der aktuell existenzbedrohenden Erzeugerpreise für Milch, Fleisch und Getreide brauchen wir mehr Anerkennung für Lebensmittel und damit auch mehr Wertschöpfung für unsere ländlichen Räume. Die Fastenzeit ist ein guter Anlass, bewusster zu essen“, so Ministerin Höfken. Sie wies darauf hin, dass bis zu einem Drittel der weltweit benötigten natürlichen Ressourcen für die Ernährung aufgezehrt werden. „Mit der Initiative ‚Rheinland-Pfalz isst besser‘ setzt sich die Landesregierung für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln und für mehr Ernährungsbildung im Land ein“, erklärte Höfken. In den vergangenen Jahren seien im Rahmen der Initiative rund 20 Projekte mit hunderttausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern gestartet worden.

Zudem engagiere sich die Landesregierung auf allen politischen Ebenen für mehr Tierwohl. Über das EULLE-Programm für ländliche Entwicklung in Rheinland-Pfalz werde unter anderem der Bau tiergerechter Ställe gefördert. „Das Thema Tierwohl gewinnt für Absatz und Vermarktung bei Handel und Verbraucher zunehmend an Bedeutung, so auch bei Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt“, so Höfken: „Zur Umsetzung der Ziele brauchen wir aber eine verbindliche und einfache Kennzeichnung von Frischfleisch ähnlich wie bei der Eierkennzeichnung – auch aus Gründen eines fairen Wettbewerbs.“

Höfken teilte zudem mit, dass sie in einem Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt die Bundesregierung aufgefordert habe, weitere Hilfsinstrumente für existenzbedrohte landwirtschaftliche Betriebe auf den Weg zu bringen. Notwendig sei unter anderem eine steuerliche Risikoausgleichsrücklage.

„In Rheinland-Pfalz unterstützt die Landesregierung die Bauern in der aktuellen Preiskrise mit aller Kraft“, sagte die Ministerin. So seien die Mittel für die Betriebsprämien (rund 190 Millionen Euro) und die Agrarumweltmaßnahmen (rund 27 Millionen Euro) frühzeitig ausgezahlt worden. Not leidende Betriebe erhielten steuerliche Erleichterungen und Liquiditätshilfen. Darüber hinaus unterstütze die Landesregierung die Umstellung auf Ökolandbau – allein im vergangenen Jahr hätten rund 200 Betriebe dazu Fördermittel beantragt.

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