Ganz dreist! Mit gefälschten Papieren Wohnmobil entwendet

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Bildquelle: Privat

TRIER. Die letzten zwei Wochen waren hektisch und sehr stressig für Lothar Hermeling. Der Inhaber von wohnmobil-trier ist enttäuscht und geschockt über die Dreistigkeit und die kriminelle Potenzial einiger Menschen.

„Dreist ist gar kein Ausdruck“, so Hermeling gegenüber lokalo.de. Doch was war passiert. Der Inhaber einer Wohnmobilvermietung hatte vor zwei Wochen telefonisch eine Anfrage zur Vermietung eines Mobiles bekommen. „Das ist bei uns so üblich. Der Herr kam aus Düsseldorf und wollte das Wohnmobil mieten. Seine Frau sollte es abholen kommen.“ Dies tat diese auch und legte Hermeling Führerschein und Ausweise vor. Nach einer Einweisung verließ sie den Hof und fuhr in „den Urlaub“.

„Ich habe mir natürlich Kopien der Ausweise gemacht. Die Frau kannte sich schon mit den Wohnmobilen aus, wusste, wo welche Schalter sind.“

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Am 21. Januar lief der Mietvertrag aus. Wie es Hermeling üblicherweise macht, versuchte er, die Kunden am 20. Januar telefonisch zu erreichen. Ohne Erfolg. „Das Handy war aus. Ich machte mir jedoch noch keine Sorgen, viele wollen im Urlaub ja nicht gestört werden. Als am nächsten Tag niemand zur Übergabe erschien und auch Stunden später kein Wohnmobil da war, ging ich zur Polizei und erstattete Anzeige. Ein Lob an die Polizei in Trier, die mir da sehr geholfen hat. Sie haben überprüft, ob es einen Unfall mit dem Fahrzeug gab. Auch die Polizei in Düsseldorf habe ich angerufen. Diese haben die Personalien überprüft und sogar eine Streife zur Adresse geschickt. Leider gab es dort keine Hinweise, dass diese Personen dort wohnen.“

Man muss davon ausgehen, dass die Papiere der beiden Mieter gefälscht sind. Laut Polizei klingt dieser Vorfall nach Profis, die jetzt fast zwei Wochen Zeit gehabt haben, das Wohnmobil ins Ausland zu schaffen.

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„Ich habe einen Anwalt eingeschaltet, aber seitdem noch nichts gehört. Das Fahrzeug ist jetzt in Europa ausgeschrieben. Ich bleibe aber auf Kosten sitzen.“ Das Wohnmobil war erst im Mai letzten Jahres gekauft worden, die Versichrung zahlt nur einen Teil des Schadens. „Stühle, Mikrowelle etc. bekomme ich nicht ersetzt.“

Um die Kunden, die bereits für den Sommer ein Wohnmobil bei ihm gemietet haben, zu bedienen, musste sich Hermeling jetzt Ersatz besorgen, den er nur dank Kontakte erwerben konnte. Ein schwacher Trost für Hermeling, der geschockt ist über solche Dreistigkeit.

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