„Religionen als Friedensstifter nutzen“ – Neujahrsempfang in Wittlicher Moschee

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Bildquelle: AMJ

WITTLICH. Das vergangene Jahr prägte mit Attentaten und Terrorangriffen ein vermeintlich hässliches Bild des Islams. Mit friedlichen Mitteln setzt sich gegen dieses Image unter anderem die Reformgemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) ein. Sie luden in die Hamd-Moschee zum Neujahrsempfang ein. Vertreter aus Politik, Verwaltung, Vereinen, Kirche und Gesellschaft folgten der Einladung. Die hiesige AMJ-Gemeinde ist zwar dank ihres gesellschaftlichen Engagements wie dem Neujahrsputz keine Unbekannte, dennoch waren viele Gäste zum ersten Mal in der Moschee zu Besuch.

Teil des Neujahrsempfangs war ein Rückblick auf das Jahr 2015 in Form eines Videos, das alle wichtigen Ereignisse und Aktivitäten der AMJ des vergangenen Jahres zeigte. Dazu gehörten z. B. Aktionen mit denen sich die Gemeinde in der Gesellschaft engagierte, interne Programme wie Wissen- und Sportwettbewerbe und Besuche des geistlichen Oberhaupts der AMJ-Gemeinde, des Kalifen Hadhrat Mirza Masroor Ahmad. Wer in seinem Umfeld Frieden schaffen könne, solle dies versuchen, lautet seine aus London verkündete Botschaft an die Welt nach den Anschlägen auf die Charlie-Hebdo-Redaktion in Paris.

„Wir sehen es als unsere Hauptverantwortung über die friedliche Mission des Islams aufzuklären“, so Kasim Dalkilic, der Vorsitzende der AMJ in Wittlich-Wengerohr. „Man muss die Religion als Friedensstifter nutzen“, sagt der Wittlicher Bürgermeister Joachim Rodenkirch und lobte die AMJ für ihr Engagement in Wittlich. Er betonte auch die Gemeinsamkeiten der Religionen.

Auch diverse Ortsvorsteher sind zum Neujahrsempfang gekommen. Joachim Platz, seines Zeichens Ortsvorsteher von Wengerohr und Nachbar der Hamd-Moschee, lobt das seit Jahren friedliche Miteinander im Wittlicher Ortsteil. Elfriede Meurer, CDU-Landtagsabgeordnete, ging auf die Flüchtlingskrise ein, die gemeinsam zu meistern sei.

SPD-Landtagskandidatin Nadine Zender sieht die Flüchtlingssituation als Chance für Deutschland und zitiert aus der Einladung der AMJ zum Neujahrsempfang: „Möge im kommenden Jahr durch die Gnade Gottes Vernunft über Wahn und Fanatismus siegen und Liebe und Barmherzigkeit die Oberhand behalten über Hass und Unduldsamkeit.“

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