Bistum Trier: Neuaufstellung bei Stiftungswesen und Fundraising

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Winfried Görgen (links) und Thomas Theis (rechts)

Bildquelle: Bistum Trier

TRIER. Zum 1. Januar sind Stiftungswesen und Fundraising im Bistum Trier zusammengeführt worden: Das „Zentrum für Stiftungen und Fundraising“ ist als Arbeitsbereich dem Strategiebereich „Ziele und Entwicklung“ im Bischöflichen Generalvikariat zugeordnet. Leiter ist Thomas Theis. Der bisherige Leiter des Stiftungszentrums, Winfried Görgen, wurde am 19. Januar verabschiedet; er wird das neue Zentrum künftig als Berater unterstützen.

Generalvikar Dr. Georg Bätzing sagte, die Gründung eines Stiftungszentrums im Jahr 2008 sei eine kluge Entscheidung gewesen, die einer gesamtgesellschaftlichen Bewegung gefolgt sei. Denn es werde zunehmend deutlich, „dass wir uns nicht einfach auf einen Automatismus im Zufluss von Finanzmitteln verlassen dürfen“. Stifter wollten Zukunft gestalten, würdigte er das Engagement der Frauen, Männer und Institutionen.

Beim Fundraising gehöre das Bistum zu den 12 deutschen Diözesen, die in diesem Bereich einen Aufgabenschwerpunkt setzen. Fundraising sei zu verstehen nicht als bloße Mittelbeschaffung, sondern als „Beitrag zum Aufbau einer Beziehungs- und Unterstützungskultur, in der Menschen gerne geben und freigiebig unterstützen, wenn ihnen andererseits Teilhabe und Mitgestaltung zukommt“. Mit der Zusammenlegung von Stiftungswesen und Fundraising zeige das Bistum, dass die beiden Aufgaben inhaltlich und organisatorisch zusammengehörten. Auch Direktor Dr. Gundo Lames, Leiter des Bereiches „Ziele und Entwicklung“, betonte, Stiftungswesen und Fundraising gehörten als strategische Aufgabe zusammen. Über den Zweck komme man zur Sinnstiftung.

Dem scheidenden Leiter des Stiftungszentrums dankte Bätzing für sein hohes persönliches Engagement. Görgen habe das Stiftungszentrum konzeptionell und personell aufgebaut und seine Aufgaben mit Fachkompetenz und Seriosität ausgefüllt. Dem neuen Leiter Theis übertrage das Bistum das Zentrum „mit der festen Zuversicht, dass es damit auch weiterhin in guten Händen liegt“. Dompropst Werner Rössel sprach im Namen der Dachstiftungen Görgen seinen Dank aus. Er hob besonders die Art und Weise hervor, in der Görgen etwa bei den Stiftungstagen Begegnungen ermöglicht habe zwischen den Stiftern und denen, die in den Stiftungen Verantwortung tragen. Görgen selbst nannte es „Glück, mich in meinem Beruf mit so vielen sinnstiftenden Aufgaben beschäftigen zu dürfen“. Theis sagte, die Ergänzung von Stiftungswesen und Fundraising sei ein spannendes Entwicklungsthema, auch mit Blick auf die Synode, die sicher nach neuen Konzepten verlangen werde.

Winfried Görgen steht seit mehr als 27 Jahren im Dienst des Bistums Trier. Er war 20 Jahre lang Abteilungsleiter beim Diözesan-Caritasverband, wo er sich 2002 auf systemisches Fundraising und den Aufbau von Stiftungen spezialisierte. 2004 wirkte er maßgeblich an der Gründung der Stiftung „Menschen in Not“ von Bistum und DiCV mit. Seit Juli 2008 hatte er das Stiftungszentrum geleitet. Thomas Theis war bei der Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 für die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Tourismus zuständig. Danach hatte er das Projekt „Fundraising“ betreut und den Bereich strukturell aufgebaut.

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