12 Millionen Fördergeld – Universität Trier setzt auf qualitatives Wachstum

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Die Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz, Vera Reiß (SPD), unterzeichnet am 18.01.2016 im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur in Mainz (Rheinland-Pfalz) zusammen mit dem Präsidenten der Universität Trier, Michael Jäckel, die Zielvereinbarungen für den Hochschulpakt III.

Bildquelle: Foto: Fredrik von Erichsen/MBWWK Rheinland-Pfalz

TRIER. Die Universität Trier wird in der dritten Förderphase des Hochschulpaktes mit insgesamt rund 12 Millionen Euro unterstützt. Für den Ausbau der Studienplätze stellen Bund und Land im Förderzeitraum von 2016 bis 2020 rund 8,8 Millionen Euro zur Verfügung. Zusätzlich erhält die Universität 3,2 Millionen Euro für die Umsetzung von Programmen um die Qualität der Lehre zu verbessern, Frauen zu fördern und die Durchlässigkeit von akademischer und beruflicher Bildung zu erhöhen. Zur Umsetzung der mit der Förderung verbundenen Ziele haben Wissenschaftsministerin Vera Reiß und Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel heute in Mainz eine Vereinbarung unterzeichnet.

Nachdem die Studierendenzahlen zuletzt anhaltend gestiegen sind, hat die Universität Trier für die kommenden Jahre eine zurückhaltende Prognose erstellt. „Die Vereinbarung mit dem Land beruht auf einer realistischen Einschätzung unserer Wachstumsmöglichkeiten. Wir haben uns für diese Strategie entschieden, weil die großen Fächer bereits stark ausgelastet sind und der für den Hochschulpakt relevante Orientierungswert aus dem Basisjahr 2005 für die Universität Trier sehr ambitioniert ist. Hinzu kommen neue Herausforderungen, die sich insbesondere im Rahmen der Gestaltung des Lehramtsstudiums im geisteswissenschaftlichen Bereich stellen. Wir setzen hier verstärkt auf Qualitätssicherung, neue Konzepte in der Beratung und bessere Betreuungsverhältnisse“, erläutert Präsident Michael Jäckel die Strategie der Universität Trier, die mit jährlich 120 zusätzlichen Studienanfängern kalkuliert.

„Eine Besonderheit unserer Universität waren immer auch die kleineren Fächer, die im Verbund mit anderen Disziplinen ihren Beitrag zum Gesamtprofil leisten. Ein der jeweiligen Größe entsprechendes Wachstum lässt sich nicht so einfach steuern. Auch Fächer, die viel in die Werbung für die Studiengänge investiert haben, wie etwa die Mathematik, sehen eine konstante Nachfrage, werden aber nicht deutliche Zuwächse erzielen können. Wir setzen konsequent auf qualitatives Wachstum, auch im Bereich Internationalisierung“, ergänzt der Präsident.

Für die Umsetzung von Programmen in den Bereichen Qualität der Lehre, Frauenförderung und Erhöhung der Durchlässigkeit von akademischer und beruflicher Bildung erhält die Universität Trier 3,2 Millionen Euro. Mit diesen Mitteln wird ein Projekt zur Verbesserung der Qualität in der Lehre realisiert. Es soll die Rahmenbedingungen für Studium und Lehre verbessern, eine intensivere individuelle Beratung und Betreuung der Studierenden ermöglichen, die Studienqualität steigern und somit dazu beitragen, die Zahl der Studienabbrecher zu senken. Das Projekt soll auch dazu beitragen, den Übergang von der Schule in die Universität zu erleichtern. Zudem soll das Angebot studienvorbereitender und -begleitender Maßnahmen, wie Sprachkurse, erweitert und die Einbindung digitaler Innovationen in die Lehre forciert werden.

Nach wie vor sind Frauen an Hochschulen in Führungspositionen unterrepräsentiert. Daher verfolgt die Universität Trier in der Programmlinie „Teilhabe von Frauen in der Wissenschaft“ das Ziel, Frauen durch Mentoring-Angebote aktiv auf dem Karriereweg in der Wissenschaft zu unterstützen.

Dass man auch ohne Abitur erfolgreich studieren kann, dafür will die Universität Trier in einem Projekt die Öffentlichkeit sensibilisieren und über Möglichkeiten des lebenslangen Lernens an der Hochschule informieren. Eine engere Vernetzung von Universität und Berufspraxis soll auch dazu beitragen, die Berufsorientierung im Studium zu verbessern.

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