Afrikatag und Afrikakollekte 2016 für Priesterausbildung und Flüchtlingshilfe

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Bildquelle: pixabay

TRIER. 36 Millionen Menschen sind in Afrika auf der Flucht, gut ausgebildete einheimische Priester werden dringend gesucht – das sind die Sorgen der afrikanischen Kirche, die im Mittelpunkt des Afrikatags und der Afrikakollekte 2016 stehen. Am Sonntag, 10. Januar, ist die Kollekte aus allen Gottesdiensten im Bistum Trier für Afrika bestimmt. Die Spendengelder sichern die Ausbildung von Priestern in Afrika, die sich für den Dienst am Menschen, besonders für Flüchtlinge einsetzen. Äthiopien ist in diesem Jahr Beispielland der Kampagne, die unter der Schirmherrschaft der Journalistin Gundula Gause (ZDF) steht.

„Hilfe durch Ausbildung von Menschen, die sich ihr Leben lang in den Dienst ihrer Mitmenschen stellen, ist eine der wirksamsten und nachhaltigsten Formen, Entwicklung zu fördern und die Fluchtursachen in Afrika zu beseitigen“, erklärt Prälat Klaus Krämer, Präsident des katholischen Hilfswerks missio in Aachen, das mit der Kollekte diese Ausbildung unterstützt. Oftmals fehlten jungen Männern die finanziellen Mittel für eine Priesterausbildung oder die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse ließen es nicht zu. In Afrika sind aktuell rund 36 Millionen Menschen auf der Flucht, Äthiopien hat derzeit etwa 660.000 Flüchtlinge aufgenommen.

Die missio-Kollekte zum Afrikatag, die in deutschen Bistümern zwischen dem 1. und 11. Januar gehalten wird, ist die älteste weltkirchliche Kollekte der katholischen Kirche. Papst Leo XIII. führte 1891 den Afrikatag ein, um die Sklaverei zu bekämpfen. Im Jahr 2015 kamen deutschlandweit rund 1,9 Millionen Euro an Spendengeldern zusammen. Weitere Informationen unter www.missio-hilft.de.

Hier ein Video der Arbeit von Pfarrer Ghidey Alema, der im äthiopischen Flüchtlingslager Mai-Aini Familien aus Eritrea betreut.

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