Untersuchung zur Breitbandinfrastruktur in RLP – Glasfasernetze sollen ausgebaut werden

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Bildquelle: pixabay

MAINZ. „Schnelles Internet, überall in Rheinland-Pfalz, sichert den Wirtschaftsstandort, stärkt die Kommunen und trägt zur Lebensqualität bei. Modernes Leben erfordert immer höhere Bandbreiten beim Netzausbau. In Rheinland-Pfalz existieren bereits gute Voraussetzungen für den Ausbau von Breitbandnetzen der nächsten Generation, sogenannten NGA-Netzen, und die Nachfrage nach ultraschnellen Datenverbindungen wird weiter steigen – deshalb schaffen wir bereits heute die Grundlagen für die Bandbreiten der Zukunft.“ Dies erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer anlässlich der Vorstellung der Studie „Weichen stellen für die Anforderungen von morgen – Ausbau der Breitbandinfrastruktur in Rheinland-Pfalz mit Bandbreiten von mindestens 300 Mbit/s“.

Die Landesregierung hatte den TÜV Rheinland beauftragt, die erforderlichen Rahmenbedingungen für den Aufbau eines Breitbandnetzes der nächsten Generation zu untersuchen und zu bewerten. Das Land Rheinland-Pfalz ist damit das erste Land, das in einer Studie vollumfänglich den Netzinfrastrukturwechsel hin zu Glasfasernetzen in dieser Detailtiefe mit all seinen Facetten untersucht.

Die Ministerpräsidentin betonte, dass die Landesregierung ihr Ziel einer flächendeckenden Versorgung mit 50 Mbit/s bis 2018 erreichen werde. In den letzten vier Jahren habe sich die Versorgung mit Bandbreiten von 50 Mbit/s um 27,1 Prozent auf heute 65,9 Prozent verbessert. Für 56,6 Prozent der Haushalte seien potentiell sogar schon Bandbreiten von mehr als 100 Mbit/s möglich. Die bisherigen Fördermaßnahmen der öffentlichen Hand hätten diese positive Entwicklung maßgeblich beschleunigt.

Andreas Windolph, Teilbereichsleiter „Breitband & Intelligente Netze“ beim TÜV Rheinland und Leiter der Studie erläuterte: „Entscheidend ist, dass weitere Ausbaumaßnahmen sich bereits jetzt an den zukünftig notwendigen Netzstrukturen orientieren und entsprechende Erweiterungskapazitäten berücksichtigen. Alle in diesem Sinne aufgesetzten Ausbaumaßnahmen im Land zahlen auf den 300-Mbit/s-Ausbau ein.“

Staatssekretärin Heike Raab, Bevollmächtigte des Landes für Medien und Digitales, ergänzte: „Herzstück der Studie des TÜV Rheinland sind Netzdetailplanungen für unser gesamtes Land. Alle Landkreise erhalten von uns die ihren Landkreis betreffende Netzdetailplanung, die eine langfristige Roadmap für Glasfasernetze darstellt.“

Für Rheinland-Pfalz bedeute der Schritt eines Netzinfrastrukturwechsels hin zu Glasfasernetzen aber auch hohe Investitionskosten, sagte Dreyer. Schon jetzt würden neue Gewerbegebiete nur mit Glasfasernetzen erschlossen. Bestehende Netze würden in den kommenden Jahren stufenweise gemeinsam mit der kommunalen Familie und den Telekommunikationsunternehmen durch die neuen Systeme ersetzt, so die Ministerpräsidentin.

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