Linkshänderin für die Miezen: Knoroz soll für die einfachen Tore sorgen

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Bildquelle: DJK/MJC Trier

TRIER. Sie hat das Miezen-Trikot bereits getragen, konnte sich im Heimspiel gegen Nürtingen sogar in die Torschützenliste eintragen und nun sind auch die Visumsangelegenheiten geklärt. Die Trierer Bundesliga –Handballerinnen können im neuen Jahr endlich wieder mit einer Linkshänderin im Rückraum aufwarten und erhoffen sich von Yevheniya Knoroz die einfachen Tore. Die Ukrainerin selbst ist glücklich über ihr Engagement an der Mosel, will nun voll angreifen.

Bis zuletzt hatte Knoroz gehofft und gezittert, nun hat das Bangen ein Ende: Yevheniya Knoroz ist endgültig angekommen in Trier und die erhoffte Verstärkung für den rechten Rückraum: „Ich bin sehr glücklich, dass ich endlich wieder Handball spielen kann“, sagt Knoroz und ergänzt, „Ich habe mein ganzes Leben nur Handball gespielt und hier in Trier kann ich das mit meinem Studium kombinieren, besser geht es nicht.“

Die 28 Jahre alte Ukrainerin hat an der Mosel einen langfristigen Vertrag bis 2018 unterschrieben und will damit „eine lange Leidenszeit vergessen machen, Kontinuität in das eigene Leben bekommen sowie ihren Master in Betriebswirtschaft an der Universität in Trier machen.“ In den letzten Jahren hatte Knoroz nämlich mit einigen Problemen zu kämpfen: Ein gerissenes Kreuzband, aber auch Hindernisse bürokratischer Natur ließen nicht zu, dass Knoroz ihre Lieblingsbeschäftigung Handball spielen, nachgehen konnte. Drei Jahre hat die 29-Jährige quasi nicht gespielt, umso größer ist die Vorfreude jetzt.

„Ich habe die Atmosphäre in der Arena ja schon gespürt und es ist genau das, was ich will. Handball spielen und studieren“, erzählt die Ukrainerin mit leuchtenden Augen und ist überzeugt, dass die Miezen den Klassenerhalt schaffen: „Diese Mannschaft macht Spaß und man sieht ja an der Partie gegen Bensheim, was alles möglich ist. Daran müssen wir in diesem Jahr anknüpfen.“

Sich selber schätzt die 1.85m-große Linkshänderin nach fast drei Jahren Pause realistisch ein und weiß, dass Zeit und tägliches Training der Schlüssel zu alter Leistungsstärke sind. „Ich muss fit werden und möchte natürlich so schnell wie möglich helfen. Das geht aber nicht von heute auf morgen, deshalb ist Geduld ein sehr wichtiger Faktor“, lässt Knoroz wissen.

Die Trierer Verantwortlichen wissen was sie an Knoroz haben und geben der 29-Jährigen die nötige Eingewöhnungszeit. „Shenia hat keine leichte Zeit hinter sich, dass wissen wir und werden ihr dementsprechend peu à peu bei der Eingewöhnung helfen. Sie wird uns auf jeden Fall helfen“, so Vorstand Jürgen Brech. Helfen kann Knoroz, die von allen nur Shenia gerufen wird, nicht nur aufgrund ihrer Erscheinung, die Ukrainerin bringt auch reichlich Erfahrung mit, ist ein echter Weltenbummler.

Mit 20 Jahren verließ sie die Heimat, reifte in Schweden und Polen zur Nationalspielerin, bevor sie 2012 nach Deutschland kam und von Koblenz/Weibern verpflichtet wurde. Dort begann mit dem Kreuzbandriss („Das Knie macht keine Probleme mehr“) dann die Leidensgeschichte der Studentin, die nun in Trier ein Ende haben soll. Mit einem Sieg am Samstag (19.30 Uhr) vor heimischer Kulisse gegen Werder Bremen könnte die Ukrainerin dann auch ihre endgültige Ankunft in Trier feiern.

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