Nach Vergewaltigung: Tatverdächtiger nach mehr als 8 Jahren durch DNA-Treffer ermittelt

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Symbolbild

Bildquelle: Wikimedia Commons

SEIWERATH. Am Abend des 11. Mai 2007 wurde in Seiwerath (Kreis Bitburg/Prüm) eine damals 42-jährige Frau vergewaltigt. Ein unbekannter Täter hatte die Frau unter dem Vorwand, eine Autopanne zu haben und telefonieren zu müssen, veranlasst, ihm Zutritt in das von ihr allein bewohnte Haus in Seiwerath zu gewähren. Nachdem der Mann das
Haus betreten hatte, griff er das Tatopfer unter Anwendung erheblicher körperlicher Gewalt an und vergewaltigte die Frau. Anschließend flüchtete er unerkannt aus dem Haus.

Zur Aufklärung der Tat führten die Staatsanwaltschaft Trier und die Kriminalinspektion Wittlich umfangreiche Ermittlungen durch. Unter anderem wurde im Jahr 2008 ein sogenannter Reihen-Gentest durchgeführt. Zirka 620 Männer aus Seiwerath und den umliegenden Orten wurden gebeten, freiwillig eine DNA-Probe abzugeben. Die Maßnahme führte jedoch – ebenso wie die Veröffentlichung eines Phantombildes, die Auslobung einer Belohnung, die Ausstrahlung eines Berichts in der Fernsehsendung Aktenzeichen XY im Juni 2011 und weitere Ermittlungsmaßnahmen – nicht zur Identifizierung des unbekannten Täters.

Nunmehr konnte – mehr als achteinhalb Jahre nach der Tat – aufgrund eines DNA-Treffers ein Tatverdächtiger identifiziert werden. Es handelt sich um einen 58 Jahre alten Mann aus dem Kreis Bitburg-Prüm. Der Mann war seinerzeit nicht von der Reihenuntersuchung betroffen, weil er nicht in einem der in die Untersuchung einbezogenen
Orte lebte. Er wurde am 6. Mai 2015 vom Amtsgericht Bitburg wegen einer anderen Sexualstraftat zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Nach Rechtskraft dieser Verurteilung wurde ihm auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Trier zu Identitätsfeststellung in etwaigen künftigen Strafverfahren eine DNA-Probe entnommen. Ein Abgleich dieser Probe mit einer seinerzeit am Tatort sichergestellten DNA-Spur führte nun zu einem Treffer.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Trier Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen. Aufgrund dieses Haftbefehls ist der Beschuldigte am späten Nachmittag des gestrigen Tages, Dienstag, dem 22. Dezember, von Beamten der Kriminalinspektion Wittlich verhaftet worden. Er ist heute dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Trier vorgeführt worden. Dort hat er die schlimmme Tat gestanden. Der Ermittlungsrichter hat die Fortdauer der Haft angeordnet.

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